Wolfsbestand im Heidekreis begrenzen

Heidekreis. Die CDU-Fraktion Heidekreis hat sich in ihrer letzten Fraktionssitzung mit dem Thema Wolf auseinandergesetzt. Sie hat deshalb einen Resolutionsentwurf zu Vorlage im Kreistag beschlossen. Hierin fordert der Kreistag die Landesregierung auf endlich einen schärferen Kurs beim Problemthema Wolf einzuschlagen. Verhaltensauffällige Wölfe, wie
zum Beispiel das „Rodewalder Rudel“ müssen zum Abschuss frei gegeben werden. Nur so kann die großflächige Ausdehnung von Nutztierrissen und die weitere Annäherung an den Menschen verhindert werden. Es muss auch geprüft werden ob der Wolf ins Jagdrecht gehört. Der Kreistag fordert volle Transparenz über die wirkliche Zahl der Wölfe in Niedersachsen und Deutschland, um daraus ein wirksames Wolfsmanagement abzuleiten.
„Die Grenze des Erträglichen bei der Wolfspopulation ist erreicht, wenn nicht schon überschritten“, so der Kreistagsabgeordneter Henrik Rump. Zur Begründung heißt es dazu: Der Wolf ist in Deutschland mit weit über tausend Tieren keine bedrohte Tierart mehr. Bei einer jährlich mindestens 30-prozentigen Vermehrungsrate, ist die Wolfspopulation für den ländlich geprägten Raum nicht mehr tragbar. Der Heidekreis ist die Kinderstube der Wolfspopulation in Niedersachsen. Mit vermutlich neun Rudeln oder mehr besteht hier die größte Wolfs-Dichte eines Landkreises in Niedersachsen. Die Folge ist eine existenzielle Gefährdung der Weidetierhaltung von Schafen, Rindern und Pferden. Die Weidetierhaltung wird von der Bevölkerung besonders gewünscht. Sie stellt gleichzeitig die Erhaltung der Kulturlandschaften sicher, ganz speziell die Flusslandschaften und Deiche, die Heideflächen und des mesophilen Grünlandes. Weite Teile des Heidekreises können nicht wolfssicher eingezäunt werden, da in der Praxis undurchführbar und zudem nicht finanzierbar. Zusätzlich würde der Lebensraum aller anderen Tierarten begrenzt. Um die Weidetierhaltung im Heidekreis zu schützen und der ländlichen Bevölkerung wieder ein friedliches, selbstbestimmtes Leben zurückzugeben muss der Wolfs-Bestand generell, aber vor allem
im Heidekreis begrenzt werden. Wölfe, die durch Dörfer ziehen, vorbei an Kindergärten und Bushaltestellen sind keine Seltenheit. Viele junge Familien sind verunsichert und fühlen
sich mit der Bedrohungslage allein gelassen. Eine Distanz des Wolfes zum Nutztier und zum
Menschen würde auch die Akzeptanz der Landbevölkerung zum Wolf erhöhen.