Zinke und Colpan gewählt

Sebastian Zinke (von links) und Aynur Colpan sind die Nachfolger von Lars Klingbeil an der Spitze der SPD im Heidekreis. Foto: SPD

Erstmals Doppelspitze und eine Vorsitzende bei der Heidekreis-SPD

Heidekreis. Am letzten Sonnabend wählte die Kreis-SPD bei ihrem Kreisparteitag im Kursaal Bad Fallingbostel erstmals in Ihrer Geschichte eine Doppelspitze und auch zum ersten Mal eine Frau als Parteivorsitzende. Aynur Colpan aus Buchholz/Aller und Sebastian Zinke aus Benefeld treten die Nachfolge von Lars Klingbeil an, der nach 14 Jahren nicht noch einmal für das Amt kandidierte. Klingbeil verabschiedete sich mit einer starken und emotionalen Rede und bedankte sich für die Unterstützung und die Geschlossenheit der Partei. Klingbeil betonte nochmals, dass er hinter dem Kreistagsbeschluss stehe und die Argumente für den Standort des Heidekreisklinikums bei Bad Fallingbostel für richtig hält. Mit Standing Ovations bedankten sich die Genossen bei Lars Klingbeil.
Die Sozialdemokraten zeigten sich geschlossen und einstimmig. In geheimer Wahl erhielten Aynur Colpan 60 und Sebastian Zinke 61 von jeweils 63 möglichen Stimmen. Als stellvertretenden Vorsitzenden wurden Tatjana Bautsch und Stephanie Havemann gewählt, als Finanzverantwortlicher Detlef Rogosch, Schriftführer Birhat Kacar. Beisitzer sind Conni Baden, Gernot Bäßmann, Christian Frost, Wolfgang Hawranke, Marcel Kirschner, Isabelle Lohrengel und Jan-Jonas Pagels.
Nach der Wahl stellten Aynur Colpan und Sebastian Zinke das neue Motto „Den ganzen Heidekreis im Blick“ vor. Nicht der Blick zurück ins Jahr 1977 und das Gegeneinander einzelner Kommunen oder Kreisteile wird den Heidekreis voranbringen, sondern ein stärkerer Zusammenhalt sowie die Überwindung von Misstrauen. Aus diesem Grund will die SPD einen Heidekreis-Dialog initiieren und dabei gemeinsam mit den Bürgern aus allen Teilen des Kreises sowie mit möglichst vielen Organisationen Ideen zum Zusammenwachsen der Region entwickeln. Dieser soll mit einem Heidekreis-Kongress beginnen, bei dem unterschiedlichen Fragen nachgegangen werden soll, wie zum Beispiel der Frage, ob Kommunen benachteiligt worden sind oder wie die Region im Vergleich zu anderen Regionen des Landes dasteht? Weitere Diskussionsrunden sollen im gesamten Kreis verteilt stattfinden und deren Ergebnisse sollen in das Kreiswahlprogramm 2021 einfließen.