Zinke weist auf Schulgeldfreiheit für Gesundheitsfachberufe hin

Alle Schüler, die ab dem 1. August eine Ausbildung in den Berufen Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie beginnen, werden für diese kein Schuldgeld mehr zahlen müssen

Heidekreis. Viele Schüler überlegen derzeit, welchen Beruf sie nach der Schule ergreifen wollen. Der Landtagsabgeordnete Sebastian Zinke weist daher zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres auf den Wegfall des Schulgeldes für viele Gesundheitsfachberufe hin. „Ab dem Ausbildungsjahrgang 2019/2020 wird das Schulgeld bei Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Podologen abgeschafft und vom Land Niedersachsen übernommen“ berichtet der Abgeordnete. Der Landtag habe bereits mit dem Beschluss zum Landeshaushalt im Dezember insgesamt 1,5 Millionen Euro für diesen Zweck zur Verfügung gestellt. „Damit soll die Attraktivität der Berufe gesteigert und nachhaltig gestärkt werden. Die horrenden Ausbildungskosten von bis zu 20.000 Euro sind nicht mehr zeitgemäß und führen zu einer weiteren Zuspitzung des Personalmangels und zu echten Versorgungsproblemen. Mit dem Einstieg in die Schulgeldfreiheit schaffen wir eine gute Grundlage, um zukünftigen Nachwuchs in Niedersachsen zu gewinnen“, so Zinke. Nach der Schulgeldfreiheit für die Pflegeberufe sowie für die Erzieher sei dies nun ein weiterer richtiger Folgeschritt zur Aufwertung dieser Berufsgruppe.
In den vergangenen Monaten haben die therapeutischen Verbände in Niedersachsen eindrucksvoll belegt, vor welchen gravierenden berufsständischen Problemen sie stehen, um eine entsprechende Versorgung zu gewährleisten. Mit dem Einstieg in die Schulgeldfreiheit in den Gesundheitsfachberufen wird ein effektiver Beitrag zur Bekämpfung des Fachkräftemangels im Gesundheitssektor geleistet.
Um die Schulgeldfreiheit bereits zum 1. August zu erreichen, arbeitet die Landesregierung derzeit an einer entsprechenden Förderrichtlinie. Später wird die gesetzliche Grundlage für eine inhaltsgleiche Verordnung geschaffen. Dieses Vorgehen ist notwendig, um den Zeitplan einhalten zu können und die Schuldgeldfreiheit zum 1. August sicherzustellen.
Die Landesregierung geht derzeit davon aus, dass die Förderrichtlinie in ihren Grundzügen im März – im Rahmen der Verbandsanhörung öffentlich bekannt gemacht – und dann im Juli in Kraft treten wird. Daraus folgt ein kurzer Zeitraum für die Antragsstellung.