Lebenszeichen der A-Jugend

Mit Unterstützung der Praxis für Physiotherapie & Kindertherapie Nadine Emiljanow konnten die A-Jugendhandballer des MTV Schwarmstedt mit neuen Sporttaschen ausgerüstet werden. Ein großes Dankeschön von Trainer und Jugendwart Jörg Mertens an Nadine und Roger Emiljanow.
Schwarmstedt. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verließ das Handballteam des MTV Schwarmstedt nach dem 34:34 (19:14)-Unentschieden gegen die SG Misburg die Spielfläche. Seit September gab es es endlich mal wieder einen Punktgewinn zu vermelden, aber es wäre durchaus auch mehr möglich gewesen.
Nach der 1:0-Führung fanden die Gastgeber nur mühsam in die Begegnung und sahen sich nach zwölf Minuten mit 3:9 im Hintertreffen. Schlimmste Befürchtungen schwanten. Doch dann blitzten endlich wieder alte Schwarmstedter Tugenden auf. Trotz einer komplett neu sortierten Mannschaft fand der MTV tatsächlich vom Kampf ins Spiel. Lukas Fischer als Feldspieler und Thomas Mull auf der Kreisposition wussten trotz der ungewohnten Aufgaben, sehr zu gefallen. Sie trieben gemeinsam mit Spielmacher Janik Mertens ihr Team immer wieder mit gelungenen Aktionen an. Ab der 22. Minute gab Janus Niebuhr mit dem 12:13-Anschluss den Startschuss für einen Schwarmstedter 7:0-Lauf. Die 19:14-Halbzeitführung war weder in der Höhe noch überhaupt erwartet worden. Demzufolge riefen die Trainer in der Pause zu Besonnenheit und weiterem konsequenten Handeln auf. Dies gelang leider nur bedingt. Denn mit jedem Misburger Gegentreffer wurden die MTV-Spieler hektischer, wozu auch die Schiris mit ihren spontanen Entscheidungen beitrugen. Die dritte Zeitstrafe (davon zwei fragwürdig) gegen Lukas „Fischi“ Fischer führte in der 38. Minute endgültig zu einem kleinen Einbruch im Schwarmstedter Spiel. „Fischi mit seinem unorthodoxen aber effektiven Abwehrspiel war ein großer Faktor für unsere Führung. Mehr will ich dazu nicht sagen“, so Trainer Jörg Mertens.
Die Führung war dahin, Misburg glich zum 22:22 aus. Die Partie drohte zu kippen, auch da der MTV den oberligaerfahrenen Misburger Toptorschützen Florian Parbel (15 Treffer) nicht in den Griff bekam. Mitte der zweiten Hälfte lagen die Gäste daher mit 25:28 vorne, aber die Fehler sollten sich jetzt auf beiden Seiten häufen. Dadurch kam es zu einem offenen Schlagabtausch, in dem auf Schwarmstedter Seite vor allem Torwart Adrian Schrödter und Janik Mertens den Ton angaben. Trainer Gordian Qual: „Wie wichtig der Wille im Handball ist, konnte man an den beiden in den letzten zwölf Minuten erkennen. Trotz Knieproblemen erzielte Janik fünf seiner zehn Treffer in diesem Zeitraum. Adrian bis dahin unauffällig, packte einige Paraden aus, die Hundertprozentige zunichte machten. Respekt.“ Der 28:28-Ausgleich in der 50. war das Signal für den finalen Countdown. Jede Führung wurde prompt ausgeglichen. Bis 22 Sekunden vor Schluss lag der MTV dann mit 34:33 vorn, konnte ab den Deckel nicht draufmachen. Die Misburger eroberten nochmals den Ball und glichen glücklich aus. „Insgesamt sind wir nach dem wechselnden Spielverlauf mit dem Punkt zufrieden. Heute war für uns mehr drin, das werden aber auch die Misburger sagen. Also gerechtes Unentschieden. Wichtiger war, dass das Selbstvertrauen und der Siegeswille zurück sind. Alle haben sich heute zu 100 Prozent in den Dienst der Mannschaft gestellt,“ so lautet das Fazit des Trainergespanns Qual/Mertens.
Für den MTV spielten: Adrian Schrödter (TW), Lukas Fischer (2 Tore), Alexander Albert (2), Thomas Mull (8/davon 2x7 Meter), Janik Mertens (10), Janus Niebuhr (8/1), Jan Zuidema, Bennett Volbers, Paul Clemens( 4/2).