Motorcross – Spaß auf zwei Rädern

Die Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper, Trainer Thomas Langwald und Mit-Initiatorin Susanne Kolze hoffen auf ein festes Motorcross-Gelände in Buchholz Foto: A. Zihli

Ferienprogramm: Motorcross in Buchholz

Buchholz (az). Bereits zum dritten Mal lud die Motorcross Gemeinschaft Hannover (MSG) am vergangenen Wochenende im Rahmen des Ferienprogramms zum Motorcross-Training nach Buchholz ein und es gab wieder viel mehr Interessenten als berücksichtigt werden konnten. „Wir hatten sogar eine Warteliste und das Telefon stand nicht still“, freut sich Mitinitiatorin Susanne Kolze über das große Interesse. Zusammen mit Trainer Thomas Langwald wurden die Kindern und Jugendliche 1 zu 1 den ganzen Samstag betreut. „Andern kann man es nicht machen, sonst wäre es zu gefährlich, denn die meisten sitzen ja das 1. Mal auf dem Motorrad“, brachte es der Polizeibeamte Thomas Langwald auf den Punkt. Trotz der großen Resonanz und dem wirklichen tollen Wochenende mischte sich schnell ein Wehrmutstropfen in die gute Stimmung, denn seit drei Jahren versuchen die Initiatoren eine festes Trainingsgelände in Buchholz durch die Gemeinde genehmigen zu lassen und haben bisher nur Absagen bekommen. Die Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper schaute aus diesem Grund bei der Veranstaltung vorbei und ließ sich über den Stand der Dinge informieren. Obwohl sogar zwei mögliche Trainingsgelände zur Auswahl stehen konnte bisher keine Genehmigung erteilt werden, weil die Zuwege zu diesen Geländen nur für Land- und Forstwirtschaft freigegeben sind. Auch der Brandschutz, die Lärmbelästigung und die Bedenken der Jägerschaft wären zu berücksichtigen. „Wir möchten alle Auflagen erfüllen und in einem regen Austausch mit allen Betroffenen eine Lösung finden, aber unsere Einladung zu einer Informationsveranstaltung wurde rundherum abgelehnt“, bedauerte Thomas Langwald. Das Projekt, dass vor allem für die jugendlichen Jungs in der Gemeinde ein tolles Angebot wäre, wird sehr engagiert auch vom ADAC und dem Motorradclub Schwarmstedt unterstützt. „Die Jugendlichen lernen Disziplin, bekommen körperliche Fitness und wir achten auch darauf, dass es in der Schule vernünftig läuft“, betonte der ausgebildete C-Schein Trainer. Auch auf dem früheren Gelände in Langenhagen hätten anfangs Bedenken bestanden, die im Laufe der Zusammenarbeit aber schnell ausgeräumt werden konnten. Jetzt wünschen sich die Mitglieder des MSG wenigstens, dass der Gemeinderat und alle anderen Betroffenen wieder in den Dialog mit dem Verein treten würden. „Alle Probleme und Bedenken müssen auf den Tisch und dann können wir Lösungen finden. Auch das Finanzielle könnte dann geregelt werden, denn natürlich sollen keine Kosten für die Gemeinde entstehen“, erklärte Susanne Kolze. Landtagsabgeordnete Gudrun Pieper gab ein paar Tips, wie der Verein wieder mit den Verantwortlichen ins Gespräch kommen könnte. Für den MSG stellt dieses Projekt eine einmalige Chance dar, weil es in ganz Deutschland keinen Trainingsbetrieb nur für Kinder und Jugendliche gibt. „Das Training ist immer auf Erwachsene ausgerichtet. Ich würde es sehr schade finden, wenn uns hier die gesamte Kinder- und Jugendarbeit wegbrechen würde. Wir möchten ein offenes, ehrliches Gespräch und wollen Fronten abbauen“, erklärte Thomas Langwald abschließend.