140 Jugendliche errichten Zeltstadt im Wietzer Freibad

Beste Stimmung bei den Jugendlichen aus Celle, Fallingbostel, Müden/Örtze, Kirchboitzen, Eickeloh, Schwarmstedt und Eilstorf . Foto: D. Schütte

36. Jugendzeltlager vom Kyffhäuser Landesverband Niedersachsen

Heidekreis. „Wir geben den Eltern die Kinder glücklich, gesund und müde zurück“, versprach das Betreuerteam zu Beginn des 36. Jugendzeltlagers vom Kyffhäuser Landesverband Niedersachsen und hielt Wort. 140 Teilnehmer – darunter auch zahlreiche Jugendliche aus Celle, Fallingbostel, Schwarmstedt, Eilstorf, Eickeloh, Kichboitzen und Müden/Örtze – errichteten für eine Woche in 80 Zelten ihre Jugendstadt im Wietzer Freibad. Ehrenamtlich waren 30 Betreuer mit Landesjugend-Referent Klaus Keller, Katja Wildung und Jens Nikolai (beide Müden/Örtze) „rund um die Uhr“ im Einsatz – erlebten Jugendarbeit pur.
Spitzenstimmung trotz durchwachsenem Wetter. Hoch motiviert alle Camper, das einsatzfreudige Betreuerteam, die Jugend fördernde Gemeinde Wietze, der Förderverein des Freibades und der TSV Wietze. Lagerleiter Klaus Keller freute sich im Rahmen der Eröffnungsfeier mit dem Landesvorstand und dem Wietzer Bürgermeister Wolfgang Klußmann: „Einfach ideale Voraussetzungen! Wir wurden herzlich aufgenommen, dürfen das Freibad, die Sportanlagen und die Sporthalle (Sanitäranlagen/ Essenssaal) benutzen. Viele Aktivitäten und beste Verpflegung durch die Landschlachterei Frank und Karsten Heims (Schwarmstedt) sorgen für eine tolle Jugendfreizeit.“
Langeweile kann bei so viel Programm einfach nicht aufkommen. 130 Teilnehmer erwarben das Kyffhäuser LV-Sportabzeichen. Besuche der Celler Kartbahn, des Wietzer Erdölmuseums, das Reiten auf Islandpferde (Gestüt Wiekenberg), sieben Sportturniere, die Jugendleiter-Fortbildung (Juleica) mit 16-stündigem Erste-Hilfe-Lehrgang, erreichte Schwimm-Sportabzeichen, die Kinderolympiade, Basteln, Spiele sowie eine Grusel-Nachtwanderung erfreuten. Reibungslos verlief das Luftgewehr-Medaillenschießen im Vereinsheim des Schützenvereins Wietze-Steinförde, wobei Kinder unter zwölf Jahren ihre Begeisterung für diese Sportart beim Licht(punkt)schießen in der Sporthalle entdeckten. Kreativer Renner: Eine 20 Meter lange, selbst gebaute Wasserrutsche auf der bergigen Freibadwiese.
Jederzeit einsatzbereit das geschulte Erste-Hilfe-Team. Weitere Arbeitskreise reinigten den Zeltplatz, die Geschirr-Abwaschanlage und Sanitärräume. Heiß begehrt: Die Einteilung der Nachtwache. Abends versammelten sich die Jugendlichen am wärmenden Grillfeuer, backten Stockbrot, tauschten Erlebnisse aus und sangen Lieder. Zur gleichen Zeit saß Astrid Gerke (Betheln) im Computerraum druckte Urkunden oder schrieb mit dem Redaktionsteam Lars Hanschen (Bohmte), Julia Jenett und Jan-Niclas Meyer (beide Rössing) die tägliche Zeltlager-Zeitung.
Im Rahmen der feierlichen Siegerehrung wurden 300 Urkunden, 130 Sportabzeichen, 40 Medaillen (für die Erstplatzierten) und sieben Schwimmabzeichen verliehen. Eine außergewöhnliche Ehrenurkunde überreichte Susanne Hanschen (Bohmte) dem 13-jährigen Kevin Keller (Betheln) „für besondere Tapferkeit“. Zur großen Abschlussdisko mit Vorführungen und Sketche wackelten Herzen und Wände. Herzergreifend der Abschied: Die Jugendlichen lagen sich in den Armen- Abschiedstränen besiegelten die neuen Freundschaften.