Artenschutz: Angler setzen 350.000 Jungaale in Gewässer aus

Jungaale werden in Fließgewässer ausgesetzt.
Schwarmstedt. Der Anglerverband Niedersachsen hat jetzt zwischen Osnabrück und Diepholz Tausende von jungen Aalen in Hase, Hunte und anderen Flüsschen und Bäche ausgesetzt. Weitere sollen folgen.
Dazu erklärt der zweite Vorsitzende des SFV Schwarmstedt Lothar Kaminski: "Der Aal zählt nun zu den bedrohten Fischarten. Das hat viele Gründe. Zum einen die Überfischung der zurückkehrenden Jungaale. Sie geltenzum Beispiel in Japan als Delikatesse. Aber auch die Umwelteinflüsse machen den Aalen große Probleme. Pestizide, Gülle Pflanzengifte belasten das Wasser und die natürlichen Kreisläufe. Die Durchlässigkeit der Gewässer ist auch oft nicht gegeben. Daher werden Aale nur noch in Fließgewässer ausgesetzt damit sie ihre Reise in die Sagassososee antreten können. Aale schlüpfen im Atlantik, in der (in der Nähe der Bahamas). Wegen ihrer Form heißen die Aallarven Weidenblattlarven (Leptocephalus-Larve). Etwa drei Jahre brauchen diese Larven, um von der Sargassosee an die europäischen Küsten zu gelangen. Während man früher annahm, dass sie sich dabei passiv vom Golfstrom tragen lassen, weiß man heute, dass die Larven aktiv schwimmen. Dagegen versuchen die Angler in Niedersachsen und der SFV Schwarmstedt aktiv alles mögliche zu tun. Die größte Bedrohung ist aber der Klimawandel. Der Golfstrom verlangsamt sich ständig. Bleibt er aus aufgrund des Klimawandels ist dieser Fisch für vielleicht immer verloren. Unser Beitrag zur Arterhaltung ist dieses Jahr ein Besatz in unsere Gewässer.
Wir haben sieben Kilogramm Jungaal ausgesetzt. Wir werden auch weiterhin alles tun, um diesen Fisch und die Natur zu erhalten. Aber wichtig ist der Stopp es Klimawandels."