4500 Euro für drei Musikschulen

Jürgen Hemme (l.), Präsident des Rotary Club Langenhagen-Wedemark, Swantje Klapper (2.v.l.) und Michael Koch (r.) freuten sich, den drei Musikschulen vertreten durch Dieter Stein (3.v.l.), Manfred Unger (m.), Ute Schaumann und Andreas Fingberg-Strothmann.

Rotary-Club Langenhagen-Wedemark unterstützt musikalische Erziehung

Isernhagen (ak). Musik zu machen ist nicht nur Spiel und Spaß für Kindergarten- und Grundschulkinder, sondern fördert gleichzeitig den Spracherwerb, das Lern- und Sozialverhalten sowie die Kreativität. Der Rotary Club Langenhagen-Wedemark sieht in der musikalischen Früherziehung einen wichtigen Bestandteil der kindlichen Entwicklung und unterstützt die Musikschulen Langenhagen, Wedemark sowie Isernhagen & Burgwedel deshalb mit einer großzügigen Spende von insgesamt 4.500 Euro. „Wir sind ein internationale Gemeinschaft Berufstätiger, die sich für das Gemeinwesen mit verantwortlich fühlen“, erläuterte der Präsident des Rotary Club Langenhagen-Wedemark Jürgen Hemme bei einem Pressegespräch in Isernhagen gegenüber den Burgwedeler Nachrichten die Ziele des Clubs. Insbesondere die Förderung von Kindern und Jugendlichen sei dem Rotary Club ein Anliegen, so Hemme weiter. „Die hilfreiche und prägende Wirkung von Musik“ auf Kinder, habe man zum Anlass genommen die Musikschulen erneut zu unterstützen. Besonders Kinder und Jugendliche, denen der Zugang zur Musik ohne finanzielle Unterstützung verwehrt bleiben würde, sollen hiervon profitieren.
Die 1.500 Euro, die jede der drei Musikschulen erhält, werden im Zusammenhang mit einer Initiative des Landes Niedersachsen Verwendung finden. Das Projekt „Wir machen die Musik!“, das mittlerweile bereits im zweiten Jahr bestand hat, wurde vom Landesverband niedersächsischer Musikschulen in Kooperation mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, dem Niedersächsischen Kultusministerium sowie den Kommunalen Spitzenverbänden konzipiert, um auch Kindern aus Familien mit geringem Einkommen, den Zugang zur Musik zu ermöglichen. Den Musikschulen würde, so Andreas Fingberg-Strothmann, Leiter der Musikschule Isernhagen & Burgwedel, ein Kontingent an Stunden vom Land Niedersachsen mitfinanziert bekommen, in seinem Fall seien es mittlerweile 12 Stunden pro Woche, in denen direkt in den Kindergärten und Schulen verschiedene Musikprojekte kostenfrei anboten werden könnten. Die Anzahl der Stunden richte sich nicht nur nach der Einwohnerzahl der Städte und Gemeinden, sondern orientiere sich vor allem an der Anzahl der dort lebenden Kinder.
Die Fachkräfte der Musikschulen bieten Kindern in den Kindergärten häufig den ersten Zugang zur Musik und geben den Erzieherinnen Anregungen. In den Grundschulen liegt der Fokus auf der Bildungen von Orchestern, Chorklassen sowie Musiktheaterprojekten, was bei den Schülern auf große Resonanz stoße, wie Andreas Fingberg-Strothmann von der Maria-Sibylla-Merian Grundschule in Fuhrberg zu berichten wusste, die das Angebot derzeit in Anspruch nimmt. An Kindergärten seien derzeit „Die Arche“ in Altwarmbüchen, die Kindertagesstätte Neuwarmbüchen sowie die Städtische Kindertagesstätte II in Großburgwedel an dem Projekt beteiligt. Da in den Kindergärten Gruppen von bis zu 80 Kindern teilnehmen würden, ergänzte Ute Schaumann vom Förderverein der Musikschule Isernhagen & Burgwedel, würden die Fachkräfte pro Woche an die 400 Kinder erreichen.
Den Ausführungen von Andreas Fingberg-Strothmann schloss sich der Leiter der Musikschule Wedemark Dieter Stein an. Er habe anfangs, bedingt durch die geringe Stundenanzahl, zwei Kindergärten betreuen können, die „Zwergenburg“ in Elze sowie die Evangelische Kindertagesstätte in Resse, könne nun aber auch noch den Gemeindekindergarten in Abbensen künftig betreuen. Für das kommende Jahr hofft Dieter Stein auch die Grundschulen in Elze und Brelingen mit in das Projekt einbinden zu können. Da die Initiative „Wir machen die Musik!“ nur einen Teil der Kosten übernimmt, sei man über Spenden, wie die des Rotary Clubs Langenhagen-Wedemark sehr dankbar. Bei der Musikschule Langenhagen findet die finanzielle Zuwendung von 1.500 Euro hingegen einen anderen Verwendungszweck, wie Schulleiter Manfred Unger gegenüber den Burgwedeler Nachrichten erklärte. Als kommunale Einrichtung unterscheide sich diese Musikschule von den anderen beiden, da sie bereits sehr humane Preise, insbesondere aber starke Vergünstigungen für Familien, etwa im Falle von Geschwisterkindern anbieten könne. Ein Bereich „wo die städtischen Gelder nicht greifen“ seien allerdings die Musikreisen. Manfred Unger hofft durch die Unterstützung des Rotary Clubs nun auch bei der Musikfreizeit „dieselben Ermäßigungen wie für die Unterrichtsstunden“ anbieten zu können und so auch kinderreicheren Familien die Teilnahme zu ermöglichen.