Achtung Wild: ADAC warnt vor Wildunfallgefahr!

Region. Der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt weist darauf hin, dass die Gefahr, in einen Wildunfall verwickelt zu werden, in diesen Tagen besonders hoch ist. Denn besonders im Frühjahr treiben der Wettlauf um die besten Futterstellen und die Revierkämpfe unter Rehen und Wildschweinen die Tiere vermehrt über Landes- und Bundesstraßen. Ein Wildunfall kann vor allem für Motorradfahrer schwere Folgen haben. Das Problem sind nicht allein die Tiere, sondern die Autofahrer, denn Straßen und Autobahnen verlaufen quer durch die Lebensräume der Tiere. Das Unfallrisiko und die Unfallfolgen können durch vorsichtiges Fahren erheblich reduziert werden.

Was tun, um einen Unfall mit Wild zu vermeiden? Gerade in gefährdeten Gegenden sollte der Autofahrer auch die Fahrbahnränder im Auge behalten. Eine Maximalgeschwindigkeit von 70 km/h sollte nicht überschritten werden. Verkehrsteilnehmer sollten immer mit mehreren Tieren rechnen. Wenn Tiere auf der Straße stehen und sonst kein Verkehr herrscht, bremsen, hupen und ggf. abblenden, damit das Wild einen möglichen Fluchtweg finden kann. Der ADAC warnt davor, dem Wild auszuweichen, um andere Verkehrteilnehmer und sich selbst nicht zu gefährden. Wenn alle Vorsichtsmaßnahmen nichts nutzen, hilft nur: Lenkrad fest umgreifen und bremsen!

Was tut der ADAC dagegen? Schon seit 15 Jahren richtet der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt an Unfallschwerpunkten Wildduftzäune ein. Dabei werden Duftschaumdepots an Fahrbahnrändern angebracht. Diese riechen nach Bär, Luchs und Löwe und sensibilisieren das Wild vor dem Überqueren der Fahrbahn. In Zusammenarbeit mit der Polizei, den Straßenverkehrsbehörden und der Jägerschaft werden die Projekte erfolgreich umgesetzt. Auf den Streckenabschnitten, die bereits mit Duftzäunen versehen wurden, ist die Zahl der Wildunfälle um bis zu 80 Prozent zurückgegangen.