Bildungs- und Teilhabepaket

Region Hannover will Restmittel für das Hortmittagessen und Schulsozialarbeit an Projekte und Kommunen verteilen

Region. Rund 1,37 Millionen Euro der Sondermittel für Hortmittagessen und Schulsozialarbeit aus dem Bildungs- und Teilhabepaket aus 2011 und 2012 stehen noch zur Verfügung. Die Region Hannover will das Geld nun an Projekte für Kinder und Jugendliche sowie an die Schulträger in der Region weitergeben. Über den Vorschlag der Verwaltung hat am 1. November der Ausschuss für Soziales, Wohnungswesen und Gesundheit abgestimmt, abschließend entscheidet die Regionsversammlung am 13. November über die Vorlage. „Wir wollen die Schulsozialarbeit vor Ort stärken und mit konkreten Projekten die Förderung von Kindern mit Unterstützungsbedarf voranbringen“, sagt Sozialdezernent Erwin Jordan.
Der Region Hannover standen im vergangenen Jahr knapp 5,7 Millionen Euro und in diesem Jahr rund 5,9 Millionen Euro als Sondermittel für Hortmittagessen und Schulsozialarbeit aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zur Verfügung. Davon wurden bereits jeweils fünf Millionen Euro nach einem auf Schülerzahlen basierenden Schlüssel an die 22 Schulträger verteilt – dazu gehören die 21 regionsangehörigen Städte und Gemeinden sowie die Region Hannover. Die darüber hinaus für Hortmittagessen reservierte Summe wurde sowohl 2011 als auch 2012 nur in geringem Umfang in Anspruch genommen, so dass Restmittel aus dem Jahr 2011 in Höhe von rund 620.000 Euro und aus dem Jahr 2012 in Höhe von 740.000 Euro jetzt zusätzlich verteilt werden können.
Davon sollen nun knapp 840.000 Euro an die kommunalen Schulträger weitergegeben werden – so würden etwa die Landeshauptstadt rund 300.000 Euro erhalten, Garbsen etwa 40.000 Euro, Barsinghausen rund 25.500 Euro, Springe rund 20.000 Euro oder Ronnenberg knapp 15.000 Euro.
Weitere rund 527.000 Euro sollen in Projekte fließen, die die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen fördern – dazu gehören zum Beispiel ein Qualifizierungsprojekt für benachteiligte Jugendliche an außerschulische Lernorten des Fördervereins Lister Turm, das Projekt „Die zweite Chance“ gegen Schulverweigerung, die Initiative des Vereins Transition Town Hannover, Bildung und Teilhabe durch Selbstversorgung zu steigern, und ein Projekt „Sprache erlernen – Beschulung ermöglichen“ in Garbsen.
Die Region Hannover ist zuständig für die Umsetzung des Bildungs- und Teilhabepakets. Anspruchsberechtigt sind rund 60.000 Kindergartenkinder, Schülerinnen und Schüler, die Leistungen nach dem SGB II, nach dem SGB XII oder nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten oder Wohngeld und Kinderzuschlag beziehen. Die Anträge können – je nach Leistungsbezug – bei den zuständigen Jobcentern, den Sozialämtern in den Städten und Gemeinden oder der Familienkasse gestellt werden. Weitere Informationen unter www.hannover.de.