Das erste Scorpions-Interview mit Neuzugang Eric Regan

Eric Regan.
Hey Eric. Schön, dass du hier bist. Zuerst einmal Herzlich Willkommen in Hannover! Nun zu unserer erste Frage: Wieso hast du einen Vertrag bei den Hannover Scorpions unterschrieben?

Es war eine einfache Entscheidung. Hannover ist eine tolle Stadt und die DEL ist eine der besten Ligen der Welt. Die Verantwortlichen der Scorpions genießen ein großes Ansehen und bieten mir eine tolle Möglichkeit. Nachdem ich mit Chef-Trainer Toni Krinner gesprochen hab, gefiel mir, was ich von ihm hörte. Harte Arbeit wird hier vorausgesetzt und nicht darum gebeten. Ich selbst lege besonderen Wert auf meine Fitness und meine Arbeitsmoral, zudem ist mir die Einstellung zu meinem Beruf enorm wichtig. Ich bin schließlich professioneller Eishockeyspieler und habe den besten Beruf der Welt.

Konntest du bisher schon etwas über Hannover erfahren oder kennen lernen?

Ich habe bisher nur Gutes gehört. Meine Eltern haben sich die EXPO 2000 angesehen. Ich weiß gar nicht wer aufgeregter ist - ich oder meine Eltern. Das ist was mich nach Hannover zog, die Geschichte und die tolle Architektur der Stadt.

Bist du der Typ, der am liebsten 24 Stunden mit dem Team zusammen ist, oder ziehst du dich auch gerne mal zurück und genießt die Ruhe?

Richtig ist glaube ich ein guter Mittelweg. Ein wichtiger Teil der Teambildung sind gemeinsame Unternehmungen. Das ist was ein Team auch später in den entscheidenden Momenten auf dem Eis stark macht. Ich spaße gerne herum und helle auch gerne mal die Stimmung auf, aber auf der anderen Seite ist es auch wichtig für Geist und Körper mal zu entspannen und Energie aufzuladen. Es kann eine sehr lange Saison werden, daher sind Ernährung und Erholung sehr wichtig.






Deine neue Trikotnummer ist die 22, weil du eine sehr enge und lange Freundschaft zu Ben Cottreau pflegst. Wann hast du Ben das erste Mal getroffen und wie hat sich eure Freundschaft entwickelt?

Wir haben beide rote Haare, nein Spaß. Wir haben uns durch meinen Cousin kennengelernt. Wir wohnen nicht weit voneinander und sind im Sommer oft miteinander skaten gegangen. Ben ist ein super Typ und die Nachricht, dass er seine Karriere schon so früh beenden musste war sehr schade. Aber man muss das Positive aus jeder Sache ziehen. Er fängt nun an andere Spieler zu trainieren und benutzt sein Schicksal, um andere über Gehirnerschütterungen im Sport zu informieren. Die 22 habe ich schon mal als Junioren-Spieler getragen. Ich habe Ben natürlich zuerst um Erlaubnis gefragt und ihm versprochen ihm keine Schande zu machen.

Du warst Kapitän der Elmira Jackals und der Oshawa Generals. Wie ist das Gefühl Kapitän eines Teams zu sein?

Kapitän zu sein ist eine große Ehre. Einer der stolzesten Momente meines Lebens war, als ich gebeten wurde, Kapitän der Oshawa Generals zu werden. Gerade im Wissen, dass Spieler wie Bobby Orr, Eric Lindros und Nathan Horton vor dir Kapitän dieses Team gewesen sind. Als Kapitän ist es vor allem wichtig voran zu gehen, deine Mitspieler aufzubauen und zu führen.

War es hart dein Team zu verlassen und nun nach Deutschland umzusiedeln?

Es war eine einfache Entscheidung. Ich reise gerne und die DEL ist eine großartige Herausforderung. Ich möchte mich und das Team verbessern, aber vor allem möchte ich Spaß am Eishockey haben und Spiele gewinnen. Ich will Deutscher Meister werden! Ich kann von Spielern wie Sascha Goc und Chris Herperger noch eine Menge lernen. Das Konzept in so großartigen und hochmodernen Arenen und in so tollen Städten wie Hannover, Berlin, München oder Hamburg zu spielen, ist viel aufregender als in Syracuse oder Elmira. Ich liebe gutes Essen und Kultur. Ich nehme schon Deutsch-Unterricht und möchte Hannover und alle Teile Europas entdecken.

Wie war es letztes Jahr Teil des All-Star Games gewesen zu sein?

Es hat riesig Spaß gemacht. Das Spiel war eher wie ein Freundschaftsspiel. Ich war eigentlich schon froh, beim Wettbewerb zum schnellsten Schlittschuhläufer nicht gefallen oder gestolpert zu sein. Aber dass ich mit nur 1/100 Sekunden Rückstand Zweiter geworden bin, ärgert mich noch heute.

Vielen Dank Eric, für dieses sympathische und spannende Interview.