DRK-Rettungsdienst optimiert Versorgung für Herzpatienten

Die Notarzteinsatzfahrzeuge sind jetzt mit einer EKG-Telemetrie-Technik ausgestattet.

DRK führt „EKG-Telemetrie“ für Rettungsdienst in der Region
Hannover ein

Region. Die vier Notarzteinsatzfahrzeuge in den DRK-Rettungswachen Burgwedel, Laatzen, Lehrte und Neustadt am Rübenberge wurden Anfang Februar mit einer EKG-Telemetrie-Technik ausgestattet. So können ab sofort
vom Einsatzort Daten direkt in das Herzkatheterlabor eines Krankenhau-
ses gesendet werden. Bei der Versorgung von Notfallpatienten zählt jede Sekunde. Daher ist der Gewinn von Zeit häufig ein ausschlaggebendes Kriterium für die erfolgreiche Versorgung und Behandlung von Notfallpatienten, denn jährlich sterben ca. 85.000 Menschen in Deutschland an einem Herzinfarkt. „Mit dieser Methode können wichtige Minuten in der Klinik eingespart werden. Eine erste Diagnose erfolgt am Einsatzort durch den Notarzt und der diensthabende Kardiologe auf der Intensivstation kann anhand der übermittelten Daten bereits erste Schritte einleiten“, erklärt Ralf Antabi, Leiter der DRK-Rettungswache Laatzen. Denn gerade bei der rettungsdienstlichen Versorgung von Menschen mit Verdacht auf Herzinfarkt zählt jede Sekunde. „Je schneller die verschlossenen Herzkranzgefäße wieder geöffnet werden, desto höher ist die Überlebenschance und die Lebensqualität.“, so Antabi. „Diese innovative Technik optimiert die Versorgung von Herzinfarktpatienten“, sagt Hans-Joachim Werhahn, Geschäftsführer des DRK-Rettungsdienstes.
Wie bei einem SMS-Versand per Handy werden die EKG-Daten per Funk an die Klinik gesendet. Wenn auf dem Bildschirm in der Klinik die Herztonkurve erscheint, kann eine sichere Diagnose gestellt werden. Beim Einsatz von EKG-Telemetrie ist das Deutsche Rote Kreuz Vorreiter in der Region Hannover. Das Herzkatheterlabor im Vinzenz-Krankenhaus in Kirchrode ist momentan die erste Klinik in Hannover, die diese EKG-Telemetrie-Daten empfangen kann und über zwei Katheterplätze verfügt. Derzeit sind Gespräche mit weiteren Krankenhäusern und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) terminierte, die sich in Kürze ebenfalls diese Übertragungstechnik anschließen wollen. „Unser Ziel ist es, dass die EKG-Telemetrie zukünftig flächendeckend eingesetzt wird“, sagt Werhahn. (hent/hes)