Erfolgsgeschichte Stromspar-Check Region Hannover spart 150.000 Euro ein

Positive Bilanz durch den Stromspar-Check: proKlima-Geschäftsführer Harald Halfpaap, Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur, Umweltdezernent Prof. Dr. Axel Priebs von der Region Hannover und Burkhard Teuber, Geschäftsführer der AWO Region Hannover (von links nach rechts) stellten im Haus der Region die Evaluationsergebnisse des Projektes vor.
 
Der Energiesparkoffer.
Region. Seit Ende 2009 profitieren einkommensschwache Haushalte in der Region Hannover vom Projekt Stromspar-Check, das die gemeinnützige Klimaschutzagentur Region Hannover in enger Kooperation mit der AWO Region Hannover anbietet. Finanziert vom Bundesumweltministerium, der Region Hannover und dem enercity-Fonds proKlima können sich Haushalte, die Sozialleistungen empfangen, kostenlos zum Strom-, Wasser- und Heizenergiesparen beraten lassen. Und das mit Erfolg, wie die Evaluation des Projekts zeigt: Am Donnerstag (29.9.) stellten Umweltdezernent Prof. Dr. Axel Priebs von der Region Hannover, proKlima-Geschäftsführer Harald Halfpaap, Burkhard Teuber, Geschäftsführer der AWO Region Hannover, und Udo Sahling, Geschäftsführer der Klimaschutzagentur, den Ergebnisbericht im Haus der Region vor.
„Wir sind stolz darauf, dass der Stromspar-Check bei uns in der Region so gut angenommen wird“, betonte Prof. Dr. Axel Priebs. Die bundesweite Aktion läuft in Niedersachen an acht Standorten, wobei Hannover mit Abstand der erfolgreichste ist. „Insgesamt wurden bis heute mehr als 1.300 Haushalte beraten, davon 510 in diesem Jahr“, so Priebs weiter.
Mit einfachen Verhaltensänderungen und geringinvestiven Maßnahmen werden Strom- und Wasserverbrauch und damit Kosten und CO2-Ausstoß gesenkt. „Der Stromspar-Check hilft also gleich mehrfach“, sagte Udo Sahling. Es werden Kasse und Klima geschont. Und nicht nur die Kasse der Haushalte, sondern auch die der Kommunen, da die Verwaltungen für Arbeitslosengeld-II- und Sozialhilfeempfänger die Wasser- und Heizkosten tragen. „Im Fall der Region Hannover ergeben sich langfristige Einsparungen von rund 150.000 Euro für alle bisher beratenen Haushalte“, erklärte Priebs. „Und was den CO2-Ausstoß angeht, so werden pro Jahr und Haushalt durchschnittlich 225 Kilogramm Kohlendioxid weniger emittiert, das entspricht einer Autofahrt von mehr als 1.400 Kilometern“, ergänzte Sahling.
Insgesamt haben rund 50.000 Haushalte in der Region Hannover bedingt durch ihre Einkommenssituation Anspruch auf einen kostenlosen Stromspar-Check. Die jährlichen Einsparmöglichkeiten für diese Haushalte sind groß: Durchschnittlich 64 Euro im Strombereich, für Warmwasser kommen noch rund 29 Euro hinzu. Hochgerechnet auf die Lebensdauer der Stromsparhilfen, die bei den Beratungen kostenlos ausgegeben werden, macht das rund 491 Euro für Bezieher von Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe, für Wohngeldempfänger sogar 879 Euro.
Die kostenlose Abgabe der Strom- und Wassersparartikel im Wert von bis zu 70 Euro wird vom enercity-Fonds proKlima unterstützt. Zukünftig will proKlima sein Engagement bei den Stromspar-Checks sogar noch ausweiten: „Wir werden auch in die direkte Beratungsförderung einsteigen“, verkündete Geschäftsführer Harald Halfpaap.
Den besonderen sozialen Aspekt hob Burkhard Teuber von der AWO hervor: „Die 12 Berater, die für den Stromspar-Check in der Region unterwegs sind, sind geschulte Langzeitarbeitslose aus dem Projekt „50TOP!“ des Jobcenters Region Hannover.“ Die Männer und Frauen sind im Rahmen einer Ein-Euro-Job-Maßnahme bei der Arbeiterwohlfahrt angegliedert. Mit ihrem Einsatz soll nicht nur die Hemmschwelle der Beratenden gesenkt werden, auch die Langzeitarbeitslosen kommen dem ersten Arbeitsmarkt wieder ein Stück näher.
Weitere Informationen und Anmeldung zum Stromspar-Check unter Telefon (05 11) 60 09 96 34 oder per E-Mail: stromsparen@awo-hannover.de.