Feuerwehr: Aufbruch nach Meppen

Letzte Absprachen vor dem Aufbruch nach Meppen: Abschnittsleiter Horst Holderith (vorne von rechts) mit Marc Schultze (Mitte)und einem weiteren Kollegen aus dem Bereich Öffentliche Ordnung der Region Hannover am Montag in Mellendorf.
 
Abfahrt des kurzfristig zusammengestellten wasserfördernden Zuges der Feuerwehrregionsbereitschaft V am Montagnachmittag um 16.30 Uhr an der Jugendhalle in der Wedemark. Fotos: A. Wiese

Wedemark, Langenhagen und Isernhagen stellen Einsatzkräfte

Wedemark/Langenhagen (awi). Jetzt ist auch die Regionsfeuerwehr im Einsatz gegen den Moorbrand in Meppen. Am Montag erreichte die Region eine weitere Hilfsanforderung des Landkreises Emsland. Daher starteten Teile der Regionsfeuerwehrbereitschaften II und V starten am Montagnachmittag. Ein Teil der Feuerwehrregionsbereitschaft V kurzfristig einen wassserfördernden Zug zusammen, für den neben der Gemeinde Isernhagen die Stadt Langenhagen vier Fahrzeuge und 20 Einsatzkräfte sowie die Wedemark die Tanklöschfahrzeuge aus Mellendorf und Elze sowie insgesamt zwölf Einsatzkräfte beisteuert. Insgesamt brach Abschnittsleiter Horst Holderith am Montagnachmittag mit vier Tanklöschfahrzeugen, einem Einsatzleitwagen und einem Fahrzeug der Region vom Sammelpunkt an der Jugendhalle in Mellendorf nach Meppen auf. Wedemarks Gemeindebrand-
meister Maik Plischke, Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski, Gemeindekämmerer Joachim Rose, zwei Mitarbeiter aus dem Team Öffentliche Ordnung der Region und weitere Funktionsträger der Feuerwehr waren vor Ort, um den „Minizug“ zu verabschieden, der Meppen gegen 20 Uhr am Montagabend erreichen sollte und für den ein 48-Stunden-Einsatz geplant war. Gemeindebrandmeister Maik Plischke berichtete, dass er die Anforderung für die Bereitstellung am Vormittag erhalten und sofort herumtelefoniert habe. Ihre Arbeitgeber hätten der Freistellung sofort zugestimmt, berichteten zwei Feuerwehrkameraden aus Elze, ein anderer hat ohnehin gerade Urlaub. Doch Plischke betonte, dass sich alle Arbeitgeber äußerst verständnisvoll gezeigt hätten. Bürgermeister Helge Zychlinski bedankte sich bei den Feuerwehrkameraden aus der Wedemark, Langenhagen und Isernhagen und wünschte ihnen vor allem, dass sie gesund nach Hause kommen mögen. Erfreut reagierte der Wedemärker Bürgermeister auch auf die Information, dass die Fahrzeuge unterwegs mit der Tankkarte der Region aufgetankt würden. Alle anderen Kosten würden direkt mit dem Landkreis Emsland abgerechnet, hieß es weiter. Zwischen der ersten Anforderung und dem Ausrücken nach Meppen lagen gerade einmal drei Stunden, berichtet die Region. Denn bereits seit Freitagabend helfen freiwillige Feuerwehrkameraden der Regionsfeuerwehr beim Löschen des Moorbrandes. Der Landkreis Emsland hatte überörtliche Hilfe angefordert. „Für uns ist ganz klar, dass wir in einem solchen Fall natürlich gerne helfen“, sagt Regionspräsident Hauke Jagau. „Mein Dank gilt den vielen ehrenamtlichen Feuerwehrleuten, die schon im Einsatz waren oder noch fahren werden: Es macht mich stolz, dass wir auf sie zählen können“. Nachdem die erste Regionsfeuerwehrbereitschaft III (Hemmingen, Laatzen, Pattensen, Springe), die am Freitagabend Richtung Meppen gestartet war, in der Nacht zu Montag wieder in der Region gelandet ist, ist zurzeit die Regionsfeuerwehrbereitschaft I (Neustadt, Garbsen, Wunstorf) im Einsatz gegen den Moorbrand und zwei weitere Züge wurden angefordert. Nach wie vor lautet die Aufgabe Wasserbeförderung. Am Montag starteten die Regionsfeuerwehrbereitschaft V unter der Leitung von Horst Holderith sowie die Regionsfeuerwehrbereitschaft II (Seelze, Barsinghausen, Gehrden, Ronnenberg, Wennigsen) unter der Leitung von Eberhard Schmidt. „Die Lage ist nach wie vor kritisch und vom Landkreis Emsland beziehungsweise dem Kompetenzzentrum Großschadenlagen des Innenministeriums werden derzeit Kräfte angefordert. Wir werden so gut es geht auch weiterhin mit unseren Kameradinnen und Kameraden vor Ort aushelfen“, sagt Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing.