Film und Diskussion im Kino im Künstlerhaus in Hannover am 25.2.2011 Schnupfen im Kopf – Leben mit einer Psychose

Region. Am Anfang: ein Nervenzusammenbruch. Und dann wieder und wieder, bis die Krankheit chronisch wird. Eine Psychose stellt das Leben der Betroffenen buchstäblich auf den Kopf. Aufenthalte in der Psychiatrie, Medikamente, oft ein Leben lang. Nur wenige sprechen darüber. Schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Schließlich würde man sich als geisteskrank, als verrückt outen.
Umso bemerkenswerter ist die deutsche Dokumentation „Schnupfen im Kopf“, die am Freitag, 25. Februar, in Kooperation mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst der Region Hannover im Kino im Künstlerhaus gezeigt wird. Autobiographisch nähert sich Regisseurin Gamma Bak ihrer eigenen Krankheit – über viele Jahre hinweg hat sie sich auf ihrem Weg zurück in die Normalität selbst beobachtet. Dabei beschreibt die in Berlin lebende Filmemacherin schonungslos verschiedene Stadien ihrer Krankheit und ihren eigenen Umgang mit ihrer psychotischen Erkrankung.
„Psychosen sind weitaus verbreiteter, als man denkt“, sagt Dr. Thorsten Sueße, Leiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes der Region Hannover. „Wir schätzen, dass in der Region Hannover ungefähr 7.000 bis 10.000 Menschen unter einer schizophrenen Psychose leiden. Dabei handelt es sich um eine gravierende Erkrankung, bei der unter anderem Halluzinationen, Wahngedanken, Antriebsstörungen und eingeschränkte Gefühlsempfindungen auftreten können.“
Regisseurin Gamma Bak stellt ihren Film „Schnupfen im Kopf“ im Kino im Künstlerhaus persönlich vor. Im Anschluss an die Aufführung steht sie dem Publikum für Fragen zur Verfügung. Moderiert wird die Veranstaltung von Dr. Thorsten Sueße. Beginn ist 17 Uhr.
Kartenvorbestellungen direkt im Kino im Künstlerhaus, Sophienstr.2, 30159 Hannover oder unter der Telefonnummer (05 11) 1 68-4 55 22. Weitere Informationen zum Film unter www.schnupfen-im-kopf.de.