Gewinn für Kasse und Klima: Stromspar-Check in der Region Hannover wird fortgesetzt

Partner bei der Aktion Stromsparcheck.
Region. Der Stromspar-Check in der Region Hannover ist eine Erfolgsgeschichte. Binnen eines Jahres wurden gut 850 Haushalte beraten. Dank finanzieller Unterstützung durch die Region Hannover kann der Stromspar-Check auch 2011 weiter angeboten werden. Gut 850-mal waren die zehn Stromsparberater während der vergangenen 13 Monate im Einsatz. Damit landet die Region Hannover im Bundesprojekt Stromspar-Check unter allen 70 Standorten auf Platz drei. Getragen wurden die Beratungen bisher durch eine Anschubfinanzierung des Bundesumweltministeriums, die aber für das Jahr 2011 deutlich abgesenkt wurde. Als neuer Unterstützer finanziert nun die Region Hannover das Beratungsangebot für einkommensschwache Haushalte mit einer Summe von 52.000 Euro. 2011 sollen so nochmals 800 Haushalte mit dem Stromspar-Check erreicht werden.
Mit der Unterstützung des Stromspar-Checks will die Region Hannover auch ihre Klimaschutzziele in der Region vorantreiben. Laut dem Klimaschutzrahmenprogramm soll bis zum Jahr 2020 der CO2-Ausstoß um 40 Prozent reduziert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Themen Energieeinsparung und Energieeffizienz auch in die privaten Haushalte getragen werden. „Ein Projekt wie der Stromspar-Check setzt im Alltagsleben der Menschen an und macht den Klimaschutzgedanken greifbar“, so Umweltdezernent Prof. Dr. Axel Priebs. Es verbinde darüber hinaus erfolgreich eine sozialpolitische mit einer umweltpolitischen Zielsetzung.
Insgesamt haben in den 21 Kommunen über 50.000 Haushalte Anspruch auf eine kostenlose Beratung: Der Stromspar-Check kann von allen Empfängern von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld in Anspruch genommen werden. Mit den kostenlosen Beratungen sollen die einkommensschwachen Familien Tipps erhalten, wie sie den alltäglichen Stromverbrauch mit einfachen Mitteln senken und so auch dieHaushaltskasse entlasten können. Darüber hinaus werden den Teilnehmern Soforthilfen zum Energie- und Wassersparen im Wert von bis zu 70 Euro überlassen.
Durch die Beratung spart jeder Haushalt pro Jahr durchschnittlich 70 Euro (ALG II, Sozialhilfe) beziehungsweise 120 Euro (Wohngeld) sowie 260 Kilogramm des Treibhausgases CO2 ein. „Für die beratenen Haushalte bedeutet das eine deutliche finanzielle Entlastung, gerade für einkommensschwächere Familien“, betont AWO Geschäftsführer Burkhard Teuber. Langfristig rechne sich der Stromspar-Check auch für die Kommune, die für einen Großteil der Leistungsempfänger die (Warm-)Wasserkosten übernimmt. Durch die Beratung und die eingebauten Sparhilfen werden hier über die Lebensdauer der eingebauten Soforthilfen 174 Euro pro Empfängerhaushalt eingespart.

Hintergrund Stromspar-Check
Das vom Bundesumweltministerium geförderte Programm zielt darauf ab Haushalten Einsparmöglichkeiten beim Energieverbrauch aufzuzeigen. Langzeitarbeitslose, die in Kooperation mit dem JobCenter Region Hannover zu Stromsparberatern qualifiziert wurden, führen die Checks vor Ort durch. Ältere Langzeitarbeitslose sollen über das Projekt 50TOP! des JobCenters wieder in Beschäftigungsverhältnisse vermittelt werden.
Der Stromspar-Check ist eine gemeinsame Aktion des Deutschen Caritasverbandes und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD). Der Standort Region Hannover - einer von bundesweit 70 - wird seit Janaur 2010 von der AWO Region Hannover e.V. und der Klimaschutzagentur Region Hannover betreut.
Wer in der Region Hannover lebt, Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld bezieht und einen Stromspar-Check durchführen lassen möchte, wendet sich an die AWO Region Hannover unter Telefon (05 11) 6 00 99-6 34 oder per E-Mail an stromsparen@awo-hannover.de.