„Gravierende Fehlentwicklung"

Caren Marks in der General Assembly Hall der Vereinten Nationen in New York.

Caren Marks bei der 63. UN-Frauenrechtskommission in New York

Wedemark/Langenhagen. Die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfrauenministerin und SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks, hat im März an der 63. Sitzung der Frauenrechtskommission (FRK) der Vereinten Nationen (VN) in New York teilgenommen und die deutsche Delegation geleitet. Schwerpunkt war die soziale Sicherung von Frauen und Mädchen. Der Anspruch von Frauen und Mädchen auf sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte spielt dabei eine wichtige Rolle. „Mit großer Sorge sehen wir, dass einzelne Länder ihr Engagement im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Selbstbestimmung zurückfahren. Das ist eine gravierende Fehlentwicklung. Nicht nur bevölkerungspolitisch und gesundheitspolitisch, sondern auch gleichstellungspolitisch. Denn die Voraussetzung für ein freies und selbstbestimmtes Leben für Frauen ist: selbst zu entscheiden, ob und mit wem und wie viele Kinder sie haben wollen. Diese Form der Selbstbestimmung von Frauen ist ein Menschenrecht, das weltweit durchgesetzt werden muss“, betonte Caren Marks in ihrem Statement vor der VN-Generalversammlung.
Eine gerechte Gestaltung von Sozialsystemen sowie ein gleichberechtigter Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen und zu einer nachhaltigen Infrastruktur sind für Frauen und Mädchen weltweit wesentliche Grundlagen für ein selbstbestimmtes Leben. Diese Grundlagen fehlen ihnen jedoch oft: Über 200 Millionen Frauen verfügen über keinen Zugang zu Verhütungsmitteln, rund 90 Millionen Frauen werden jährlich ungewollt schwanger und über 30 Millionen Geburten finden außerhalb medizinischer Einrichtungen statt.