Hannoversche Volksbank im Jubiläums- jahr erfolgreich

- Bilanzsumme passiert 4 Mrd.-Euro-Marke
- Dividende für 104.000 Mitglieder: 5,5%
- Bank ist bereits heute fit für Basel III
- Kernkapitalquote 9,9 %
- Wache: Genossenschaftliches Geschäftsmodell ist Garant für kundenorientierte Beratung
Die Hannoversche Volksbank hat sich im 150. Geschäftsjahr als verlässlicher Partner ihrer mittelständischen Privat- und Firmenkunden präsentiert. „Unser genossenschaftliches Geschäftsmodell basiert auf langfristigen, partnerschaftlichen Kundenbeziehungen“, stellte Jürgen Wache, Sprecher des Vorstandes der Hannoverschen Volksbank, fest, „die neue Regulationsfreude schießt über das Ziel hinaus und belastet auch die Banken, die in der Krise für Stabilität standen.“ Die Bilanzsumme der Hannoverschen Volksbank überschritt erstmals seit 2006 die 4-Milliarden Euro-Marke. „Dieses Wachstum basiert auf der Ausweitung des Kundengeschäfts“, betonte der stellvertretende Vorstandssprecher Gerhard Oppermann, „insbesondere die Vergabe von Krediten an unsere mittelständischen Firmenkunden wurde weiter ausgebaut.“ Mit einem Zuwachs von 4,1 Prozent oder 159 Millionen Euro stieg die Bilanzsumme auf 4,08 Milliarden. Euro (Vorjahr: 3,92 Milliarden Euro). Für die zukünftigen Anforderungen nach Basel III ist die Volksbank bestens aufgestellt. Die Kernkapitalquote beträgt bereits zum Jahresabschluss 2010 9,86 Prozent (Soll 2019: 8,5%), die Gesamtkapitalquote weist 14,01% aus (Soll 2019: 10,5%).
Die Kreditversorgung der Region durch die Volksbank ist dadurch auch für die Zukunft gesichert. Auf der Passivseite der Bilanz blieben die Einlagen der Kunden mit 2,95 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,92 Mrd. Euro / +
0,9%) stabil. Das Wachstum fand außerhalb der Bilanz in den Kundendepots statt. Die Bestände der Geldanlagen, die Kunden der Bank außerhalb der Bilanz im Wertpapier- und Fondsgeschäft sowie bei Verbundpartnern der Hannoverschen Volksbank getätigt haben, wiesen zum
Stichtag 31.12.2010 eine deutliche Steigerung aus. Die außerbilanziellen Anlagen stiegen um stattliche 6,2 Prozent auf jetzt 1,79 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,68 Mrd. Euro). Das Kreditgeschäft der Hannoverschen Volksbank nahm auch im Jahr 2010 kräftig um 6,2% auf 2,62 Mrd. Euro
(Vorjahr: 2,46 Mrd. Euro) zu. Damit wuchs in den letzten fünf Jahren der Kreditbestand der Bank um 530 Mio. Euro. Dieser Erfolg basiert auf der Finanzierung der traditionellen Kundschaft der Volksbank, den inhabergeführten mittelständischen Unternehmen, dem Handwerk und den
Selbständigen sowie der privaten Baufinanzierung. Konsumentenkredite vermittelt die Bank an den Verbundpartner easyCredit. Insgesamt sagten die Berater der Hannoverschen Volksbank mehr als 10.800 Kredite mit
einem Gesamtvolumen von 669 Mio. Euro (Vorjahr: 605 Mio. Euro) zu.
Mehr als 8.500 Neukunden und fast 4.500 neue Mitglieder konnte die Volksbank im letzten Jahr gewinnen. Mehr als 104.000 Menschen aus der Wirtschaftsregion Hannover-Celle sind nun Mitglied und damit Eigentümer der Hannoverschen Volksbank. Gut 7.800 neue Girokonten wurden eröffnet.
„Das Girokonto ist für uns weiterhin der Ankerpunkt der Geschäftsbeziehung“, erläutert Wache, „unsere Fan-Karten machen aus einem austauschbaren Produkt pure Emotion.“ Die Kunden der Bank verfügen inzwischen über 21.000 96-BankCards, fast 3.000 Indians-BankCards und nahezu 500 UBC Tigers-BankCards. Wache kündigte zudem eine weitere Fan-Karte außerhalb des Sports noch im 1. Halbjahr 2011 an.
Details wurden nicht verraten. Der in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesene Zinsüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr um 9,4% (+ 9,2
Mio. Euro) auf 107,2 Mio. Euro gestiegen. Der Provisionsüberschuss stagnierte bei 29,6 Mio. Euro (Vorjahr: 29,9 Mio. Euro). Der Verwaltungsaufwand der Bank verringerte sich im Jahr 2010 leicht. Der Sachaufwand (inkl. Afa) nahm um 0,4% auf 36,2 Mio. Euro (Vorjahr: 36,1 Mio. Euro) leicht zu. Der erfreuliche Grund ist die Gründung der „Stiftung Hannoversche Volksbank“ mit einen Stiftungskapital von 500.000 Euro. Der Personalaufwand blieb mit 55,8 Mio. Euro konstant. Der Kreditbestand und die eigenen Wertpapieranlagen wurden mit der banküblichen Vorsicht bewertet. Entsprechend der konjunkturellen Entwicklung reduzierten
sich die Risiken deutlich. Aus dem Jahresüberschuss von 12,48 Mio. Euro (Vorjahr: 11,37 Mio. Euro) will die Bank wieder eine Dividende von
5,5% zahlen. Im Jahr 2010 sind die Berater der Hannoverschen Volksbank
nahezu 148.000 Mal mit Angeboten initiativ auf ihre Kunden zugegangen. Fast 117.000 Mal fanden die angebotenen Produkte das Interesse der Kunden.
Auch die Tochtergesellschaften der Hannoverschen Volksbank geben ihrer „Mutter“ Grund zur Freude. Insbesondere die Hannoversche Volksbank Immobilien GmbH (HVI) konnte mit 292 (Vorjahr: 236) vermittelten Objekten Umsatzerlöse von rund 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: 1,8 Mio. Euro) erzielen.
Aktuell beschäftigt die Hannoversche Volksbank über 953 Mitarbeiter. Mit 54 Auszubildenden gibt die Bank vielen jungen Leuten eine berufliche Perspektive. Die Volksbank betreibt 69 Geschäftsstellen und 31 SB-Center im Wirtschaftsraum Hannover-Celle und verfügt über 125 eigene Geldautomaten. Bundesweit können sich die Kunden der Bank an 18.600 Geldautomaten kostenlos mit Bargeld versorgen. Für das Jahr 2011 hat sich die Bank wieder anspruchsvolle Ziele gesetzt. Aufgrund der allgemein erwarteten Zinssteigerungen rechnet der Vorstand der Hannoverschen Volksbank mit einem Ergebnis auf Vorjahreshöhe.