JU: Region muss Übergang zwischen Schule und Beruf verbessern!

Von links nach rechts: Felix Blaschzyk, Tilman Kuban, Katrin Rüdiger, Rudolf Schulz
Region. Gemeinsam mit Rudolf Schulz, Geschäftsführer von Pro Beruf, und Katrin Rüdiger, Mitarbeiterin von Pro Beruf an der KGS Barsinghausen, diskutierte der CDU-Nachwuchs auf ihrer Regionskonferenz über Verbesserungsmöglichkeiten für den Übergang zwischen Schule und den Einstieg in den Beruf von Jugendlichen. Pro Beruf bietet Jugendlichen und jungen Erwachsenen Plätze in verschiedenen Förder- und Ausbildungsmaßnahmen der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit an. Darin enthalten ist unter anderem eine Beratung von Jugendlichen der 9. und 10. Klasse an fast 30 Haupt- beziehungsweise Realschulen in der Region. Das Angebot reicht von der Erweiterung des Horizontes an Ausbildungsmöglichkeiten in verschiedenen Branchen über die Kontaktherstellung für Praktika zu Unternehmen bis hin zur Hilfe bei Bewerbungsunterlagen. Rudolf Schulz stellt heraus, dass bereits heute mehr als 7.000 Jugendliche in der Region beim Jobcenter als arbeitsuchend erfasst sind, von denen 72 Prozent  keine abgeschlossene Berufsausbildung aufweisen können. "Man kann daher eher von einer Ausbildungslosigkeit als von einer Arbeitslosigkeit der Jugendlichen sprechen“, betonte Schulz. Mit der steigenden Zahl an Ausbildungsbewerbern durch die Abschaffung der Wehrpflicht und dem doppelten Abiturjahrgang kämen zudem weitere Herausforderungen auf Pro Beruf zu, so Schulz weiter. Zudem wurde angeregt zum Neustädter Modell, der Ausbildungswilligkeit von Jugendlichen und dem Bildungspaket der Bundesregierung diskutiert. Insbesondere das Bildungspaket der Bundesregierung wurde von allen Seiten äußerst positiv aufgefasst. Hierzu sieht Schulz eine Schlüsselstellung in der Schule: "Zu Hause füllen nur wenige Eltern der angesprochenen Kinder und Jugendlichen einen Antrag aus“! Auch die JU-Kreisvorsitzenden Felix Blaschzyk (Stadt) und Tilman Kuban (Land) sehen im Übergang zwischen Schule und Beruf eine große Herausforderung der Zukunft, dessen sich die Region nicht entziehen könne. Daher seien positive Initiativen wie Pro Beruf durch eine längerfristige Mittelzusicherung Planungssicherheit zu gewährleisten. "Erst wenn die Kontakte zu den Unternehmen und die Einflechtung ins Schulkonzept passen, sind Erfolge zu verzeichnen“, kritisieren die Vorsitzenden die momentane jährliche Mittelfreigabe. Am Ende der Veranstaltung wurde ein erster Entwurf eines gemeinsamen Wahlprogramms zwischen der Jungen Union und der Schüler Union vorgestellt. Abschließend stimmte der Vorsitzende der CDU-Fraktion in der Region Hannover, Eberhard Wicke, die jungen Politiker auf die Kommunalwahl 2011 ein.