Karriereende für Ben Cottreau Stürmer wird nach schwerer Gehirnerschütterung nicht mehr auf die Eisfläche zurück kehren

Ben Cottreau.
Hannover, 12.05.2011. Bis zuletzt hatten Scorpions-Stürmer Ben Cottreau und die Verantwortlichen der Hannover Scorpions gehofft, dass der 26-Jährige Leistungsträger nach seiner dritten Gehirnerschütterung, die er in der Vorbereitung der vergangenen Saison erlitt, wieder ins Team zurück kehrt. Doch nach mehreren Versuchen und monatelangen, intensiven Therapien in seiner Heimat, rieten ihm die behandelnden Ärzte jetzt dringend, seine aktive Karriere zu beenden. Ben Cottreau wird nicht mehr auf die Eisfläche zurück kehren.
„Natürlich ist dies ein herber Verlust für uns, denn Ben spielte in den Planungen für die neue Spielzeit nach wie vor eine wichtige Rolle. Doch wir haben absolutes Verständnis für seine Entscheidung. Die Gesundheit geht in jedem Fall vor und das Risiko ist einfach zu hoch, dass er bei einer erneuten Gehirnerschütterung bleibende Hirnschäden davon trägt“, erklärt Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth.
Cottreau, der erst seit 2008 in Deutschland spielte und von den Landshut Cannibals nach nur einem Jahr zu den Scorpions in die DEL wechselte, trug mit seinen hervorragenden Leistungen entscheidend zum Gewinn der ersten deutschen Meisterschaft für die Hannover Scorpions im Jahr 2010 bei. Sportlich war der sympathische Rotschopf zu dieser Zeit auf dem Höhepunkt seiner Karriere angekommen, mit besten Aussichten, die erfolgreiche Saison 2009/2010 spielerisch noch zu toppen. Die erlittene Gehirnerschütterung während der Vorbereitung der vergangenen Saison, die bereits die dritte in nur kurzer Zeit war, beendete jedoch abrupt alle sportlichen Ambitionen. Cottreau begab sich in seiner Heimat Kanada in eine mehrmonatige Behandlung. Trotz aller Bemühungen muss er nun jedoch die Konsequenzen ziehen und seine aktive Karriere beenden.
„Wir wünschen ihm und seiner Familie alles erdenklich Gute für die Zukunft und hoffen, dass sich Ben wieder vollständig erholt. Außerdem danken wir ihm für seinen Einsatz bei den Scorpions. Ben hat in seiner Zeit hier viel zur Entwicklung der Mannschaft und des hannoverschen Eishockeys beigetragen“, so Stichnoth.