KSV kürt seine Kreismajestäten

Kreiskönigsball der Schützen in Elze war gut besucht

Elze (awi). Die Schützen aus Langenhagen und der Wedemark haben am Sonnabend ihren traditionellen Kreiskönigsball im Gasthaus Goltermann in Elze gefeiert und die mit Spannung erwarteten Ergebnisse für die Kreiskaiser und Kreiskönige bekannt gegeben. Die neuen Majestäten heißen Kreiskönig Dirk Pluschke von der SG Bissendorf, Kreiskönigin Birte auf dem Berge vom Schießsportverein Schulenburg, Kreiskaiser Dieter Hauschild von der SG Bissendorf und Kreiskaiserin Melanie Bulitz vom Schützenverein Kaltenweide. Der Ball war wie jedes Jahr von den Schützen gut besucht, man genoss ein hervorragendes Büfett von Koch Peter Stein und flotte Tanzmusik der Band Showline. Kreisoberschützenmeisterin Birgit Gräfenkämper, die wegen eines wichtigen privaten Termins diesmal nicht dabei sein konnte, wurde souverän von ihren beiden Stellvertretern Michael Freiberg und Christiana Böttcher vertreten. Sie begrüßten die Ehrengäste: die Vizepräsidentin des Niedersächsischen Sportschützenverbandes, Gabriele Dietrich, den Vorsitzenden des Regionssportbundes, Ulf Meldau, Ehrenkreisoberschützenmeister Joachim Brandt und die Ehrenmitglieder des KSV, Heinz-Hermann Rathmann und Hans-Heinrich Goltermann. Kleiner Wermutstropfen: Weder die Gemeinde Wedemark noch die Stadt Langenhagen hatten einen Vertreter zum größten gesellschaftlichen Ereignis der Schützen entsandt. Nachdem der damals noch amtierende Kreisoberschützenmeister Joachim Brandt vor einigen Jahren aus demselben Anlass einmal verbal kräftig auf den Tisch gehauen hatte, hatte es jahrelang gut geklappt. Doch diesmal blieben die Plätze an den Tischen der Ehrengäste für die Vertreter aus Politik und Verwaltung unbesetzt. „Da müssen wir wohl erst wieder ein Wahljahr haben", hieß es aus den Reihen der Schützen, die sich den Spaß an ihrem Ball jedoch nicht verderben ließen.
„Mit diesem Ball erfüllen wir unseren Satzungszweck der Pflege der Tradition. Wir wollen eine festlichen Rahmen für die Ehrung der Vereinskönige unserr Mitgliedsvereine, der Kreiskönige, der Kreiskaiser und der Landesverbandskönige bieten, um so die sportlichen Erfolge unserr Majestäten zu würdigen. Damit erfüllen wir den Satzungszweck der Förderung des Schießsports und ehren gleichzeitig die Könige der einzelnen Vereine", erklärte Kreisschützenmeister Michael Freiberg. Und so gab es Standing Ovations zur Marschmusik, als die Majestäten von 2019 angesagt wurden und im Saal einmarschierten, um sich anschließend zum obligatorischen Gruppenbild zu formieren. Dann wurde zunächst der Gewinner des Sieglinde-Lemke-Wanderadlers 2019 bekannt gegeben: Er heißt Hans Hoppe vom Schützenverein Vinnhorst, der sich mit 30 Ring und einem 39,0-Teiler gegen Willi Heiermann von der SG Bissendorf und Andrea Heidekorn vom SV Vinnhorst durchsetzte. Dann stieg die Spannung, denn jetzt ging es um die aktuellen Kreismajestäten: Der Kreiskaiser wird unter allen bisherigen Kreiskönigen ausgeschossen, ebenso die Kreiskaisern unter allen Kreisköniginnen, die es bisher gab. Melanie Bulitz vom SV Kaltenweide hatte als einzige 29 Ring und einen 1591,3-Teiler und sicherte sich den Titel Kreiskaiserin damit vor Melanie Hauschild von der SG Bissendorf und Birgit Hoheisel vom SV Germania Heitlingen. Bei den Herren gab es zwei Anwärter auf den Titel, die 30 Ring schafften. Allerdings hatte Dieter Hauschild von der SG Bissendorf mit 40,4 den besseren Teiler und so landete Hans Hoppe vom SV Vinnhorst nur auf dem zweiten Platz vor Hermann Heidekorn IV vom SV Vinnhorst. Und so wie bei den Kreiskaisern bei den Frauen die Langenhagener Schützen die Nase vorn hatten und bei den Männern die Wedemärker, war es auch bei den Kreiskönigen: Die Kreiskönigin kommt aus Langenhagen, der Kreiskönig aus der Wedemark, sogar vom gleichen Verein wie der Kreiskaiser. Die Schützengesellschaft Bissendorf sahnte diesmal kräftig ab. Kreiskönigin Birte auf dem Berge vom SSV Schulenburg legte als einzige 30 Ring vor und so blieben Waltraud Nagler vom SV Langenforth und für Jenny Rosanka vom SV Kaltenweide nur Platz zwei und drei. Und so wie bei den Damen diesmal alle aus Langenhagen sind, finden sich auf der Gewinnerliste der Kreiskönige 2019 nur Wedemärker: Dirk Pluschke von der SG Bissendorf setzte sich mit 30 Ring und einem 632,0 Teiler gegen Dirk Müschen vom SV Elze und Ingo Aßmus vom SV Abbensen durch.
Bei den Grußworten gab es vor allem Dankesworte. So dankten die NSV-Vizepräsidentin Gabriele Dietrich ganz herzlch den vielen Helfern, die sich für den Erhalt des Schießsports engagierten. Es brauche viele Freiwillige und Ehrenamtliche, um das möglich zu mache. Und diese Bereitschaft sei durchaus nicht selbstverständlich, denn so ein Ehrenamt sei oft zeitaufwändig und undankbar. "Ich weiß aber auch, wie gut es tut, wenn die ehrenamtliche Arbeit anerkannt wird", so Dietrich. Sie richtete ihren Dank auch an den Vorstand des KSV für die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit mit dem NSV. Der KSV Wedemark-Langenhagen mache auf eine angenehme und positive Art auf den Schießsport aufmerksam, lobte Dietrich.
Der Vorsitzende des Regionssportbundes, Ulf Meldau, erklärte, dies sei sein zweiter Kreiskönigsball. Der erste vor einem Jahr habe ihm so gut gefallen, dass er unbedingt mit seiner Frau wieder habe dabei sein wollen. Meldau berichtete vom großen Anteil der Schützenvereine im Regionssportbund und machte darauf aufmerksam, dass 18 Schützenvereine in diesem Jahr 1,1 Millionen Euro in ihre Schießsportanlagen investiert hätten, um ihren Sport noch optimieren zu können. "Tradition ist nicht das Aufbewahren der Asche, sondern der Erhalt des Feuers", gab Meldau den Schützen mit auf den Weg. Er kündigte zudem das 75-jährige Bestehen des Regionssportbundes im nächsten Jahr an, das mit über 100 Veranstaltungen mit den Vereinen in der Region gefeiert werde. Nach dem offiziellen Teil wurde dann am Sonnabend im Elze nur noch ausgelassen gefeiert und getanzt bis in die frühen Morgenstunden.