Marks kandidiert nicht mehr

Die SPD-Bundestagsabgeordnete hat angekündigt, nach Ablauf der Legislaturperiode nicht mehr erneut für den Bundestag kandidieren zu wollen. Foto: A. Wiese

SPD-Bundestagsabgeordnete hört 2021 auf

Wedemark/Langenhagen (awi). Die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Caren Marks hat die SPD-Ortsvereine in ihrem Wahlkreis 43 Hannover-Land I am Mittwoch mit einem Schreiben davon in Kenntnis gesetzt, dass sie sich entschlossen habe, mit dem Ende der laufenden Wahlperiode aus dem Bundestag auszuscheiden. Sie informiere ihre Genossen vor Ort bewusst so früh zur Hälfte der Legislaturperiode über ihre Entscheidung, damit diese ausreichend Zeit hätten, eine Kandidatin oder einen Kandidaten ihrer Partei auszuwählen, der bei den nächsten Wahlen für den Wahlkreis Hannover-Land I antreten werde, schreibt Marks, die den Wahlkreis 43 seit 2002 in Berlin vertritt.
Marks betont in ihrem Schreiben, es sei ihr seit jeher ein Herzensanliegen, an politischen Prozessen mitzuwirken und dadurch die Gesellschaft positiv zu verändern. „Ich empfinde meine Arbeit als Abgeordnete des Deutschen Bundestages bis heute nicht als Routine oder gar als Selbstverständlichkeit. Ein solches Mandat ist eine besondere Verpflichtung, die ich gerne und mit Freude wahrnehme“, betont sie. So werde es auch bis zum Ende der Legislaturperiode bleiben. Jeder, der sie kenne, wisse, dass sie ihre Arbeit mit unvermindertem Engagement fortsetzen werde. Im Gespräch mit dem ECHO legte sie großen Wert auf die Feststellung, dass ihre Entscheidung nicht erneut zu kandidieren eine sehr persönliche sei, die gründlich gereift sei. Politische Gründung habe ihr Entschluss nicht. Da gehe es weder um Listenplätze noch Wahlprognosen zum Abschneiden der Sozialdemokraten bei der nächsten Bundestagswahl. „Auch in der Opposition würde ich gestalten können“, ist die Abgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Ministerium für Familie, Frauen, Jugend und Senioren überzeugt. Sie habe ihr Mandat bei jeder politischen Konstellation mit vollem Einsatz wahrgenommen und es habe ihr immer großen Spaß gemacht. Grundlage ihrer Entscheidung sei allein die Tatsache, dass fast 20 Jahre eine lange und erfüllte Zeit gewesen seien. Was sie danach machen werde, darüber denke sie heute noch nicht nach, so Marks.