Mehr Service auf der Heidebahn-Strecke

Sind mit den durch die Neuausschreibung für die Heidebahn erzielten Verbesserungen sehr zufrieden: Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Regionsfraktion, Karlheinz Mönkeberg (l.) und der Wedemärker SPD-Regionsabgeordnete Helge Zychlinski auf dem Mellendorfer Bahnhof. Foto: A. Wiese

SPD Regionsabgeordnete Helge Zychlinski und Karlheinz Mönkeberg ziehen Fazit

Mellendorf (awi). Ausschreibung und Neuvergabe der Heidebahn an die Osthannoversche Eisenbahn AG sind für die Region Hannover nicht nur 15 Prozent günstiger als bisher, sie bringen nach Ansicht des Wedemärker SPD-Regionsabgeordneten Helge Zychlinski und des verkehrspolitischen Sprechers der SPD-Regionsfraktion Karlheinz Mönkeberg auch zahlreiche Vorteile für die Fahrgäste aus der Wedemark und Schwarmstedt mit sich. Um 200 000 Euro jährlich wird der Haushalt der Region durch die Ausschreibung entlastet. 500 bis 750 Plätze stehen zur Verfügung, wenn die Linie Hannover-Buchholz, im Volksmund Heidebahn genannt, ab 11. Dezember 2011 zum Fahrplanwechsel von der OHE betrieben wird. Es werden neue Fahrzeuge des Typs LINT 41, Baujahr 2011 eingesetzt, die Anzahl der Sitzplätze pro Wagen beträgt 130, die der Stehplätze etwa 120. Auf der Heidebahn werden zukünftig zwei bis drei Wagen, je nach Auslastung, je Zug angeboten. Durch den Ausbau der Strecke erhöht sich die Höchstgeschwindigkeit von 80 auf 120 km/h und die Fahrzeit verkürzt sich um bis zu 15 Minuten zwischen Walsrode und Hannover Hauptbahnhof. Durch 18 Zuhalte mehr in Mellendorf wird das Angebot zum Stundentakt mehr als verdoppelt, und die Fahrgäste können künftig ohne umzusteigen bis Hannover beziehungsweise bis Soltau fahren. Am Sonnabend sind es 20 Zughalte mehr am Tag, am Sonntag immerhin noch zwölf. Haltepunkte in der Region Hannover sind Mellendorf, Langenhagen und Hannover-Hauptbahnhof.
Zychlinski und Mönkeberg betonen zudem den Sicherheitsaspekt: Mindestens 40 Prozent aller Fahrten, möglicherweise aber auch 70 beziehungsweise 100 Prozent nach Abstimmung mit den Aufgabenträgern werden durch Zugbegleiter begleitet. Die Regionsabgeordneten gehen davon aus, dass sich die Schranken in der Wedemark bedingt durch die erhöhte Frequenz zwar häufiger schließen, jedoch nicht so lange geschlossen sind, wie bei den S-Bahnen, da bei der Regionalbahn ein anderer Takt vorherrsche.