Meister der Tarnung

Muntjak-Kitz Ella fühlt sich wohl im Freigehege. Foto: Zoo Hannover

Nachwuchs bei den Chinesischen Muntjaks

Hannover. Sie ist bildhübsch und doch völlig unauffällig. Neugierig und doch still. Sieht alles und wird selbst nicht gesehen: Der hervorragend getarnte Nachwuchs bei den Chinesischen Muntjaks im Erlebnis-Zoo Hannover macht Tierbeobachtung zum echten Suchspiel. Schon die ausgewachsenen Muntjaks sind bloß niedliche 40 Zentimeter hoch – ihr winziges Jungtier wog bei der Geburt nicht viel mehr als 500 Gramm. Die kleine Ella kam am 1. Dezember 2011 zur Welt und verbrachte die ersten Wochen mit ihrer Mutter Reevi im warmen Stall. Jetzt ist Ella groß genug, um die Himalaya-Anlage neben dem Dschungelpalast zu erobern. Das mittlerweile immerhin 1,5 Kilogramm leichte Kitz mit den großen dunklen Augen zwischen Grashalmen und Blättern auf der Himalaya-Anlage zu entdecken, ist gar nicht so leicht. Tipp: Am besten, man beobachtet Mutter Reevi, an deren Hufe sich Kitz Ella gerne hängt. Muntjaks gehören zu den kleinsten Hirschen der Welt. Sie sind recht urtümliche Hirsche. Die Männchen haben zwar schon ein einfaches Geweih, das auf sehr langen Rosenstöcken sitzt, aber gleichzeitig besitzen sie auch noch hauerartig ausgeprägte, lange Eckzähne im Oberkiefer. Ihren Spitznamen „Bellhirsche“ verdanken sie ihrem Warnruf. Bei Gefahr geben sie kläffende Laute von sich, die über weite Entfernungen zu hören sind. Im Erlebnis-Zoo Hannover leben die Muntjaks gemeinsam mit den Roten Pandas, den Katzenbären, auf der Himalaya-Anlage. Die Katzenbären Manni und Shana betrachten die Minihirsche gelassen aus den Wipfeln der Bäume, auf die sie sich gerne zurückziehen.