Niedersachsen vernachlässigt frühkindliche Bildung

Region. Die Veröffentlichung des aktuellen Ländermonitors "Frühkindliche Bildungssysteme" mache deutlich, dass in Niedersachsen die frühkindliche Bildung nach wie vor vernachlässigt werde. Dies erklärt die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Caren Marks.
„Nur 16,2 Prozent der Kinder zwischen drei und sechs Jahren besuchen Ganztagseinrichtungen”, erläutert die Abgeordnete. Damit liege Niedersachsen im bundesweiten Ranking am Schluss. In Thüringen hingegen besuchen über 90 Prozent der Kinder Ganztagskitas.
Auch der Krippenausbau für Kinder unter drei Jahren läuft schleppend, wie eine andere kürzlich erschienene Studie zeigt. In der Untersuchung des finanzwissenschaftlichen Forschungsinstituts der Universität Köln werden sowohl die bisherige Ausbaugeschwindigkeit als auch die Finanzierungsplanung in Niedersachsen kritisiert.
„In Niedersachsen haben Kinder somit deutlich schlechtere Startchancen, denn Angebote der frühkindlichen Bildung sind dort rar”, kritisiert Marks. Eltern hätten erhebliche Nachteile, denn die Vereinbarkeit von Familie und Beruf gelinge so nur selten. Die SPD fordere eine Abkehr von der familienfeindlichen Politik des CDU-regierten Bundeslandes. „Die Landesregierung muss dringend mehr in Krippen- und Kita-Plätze investieren und den Ausbau vorantreiben“ fordert Marks.