Rechtsanspruch auf Krippenplatz

Marks fordert weitere Verbesserungen bei Kinderbetreuung

Wedemark/Langenhagen. Am 1. August 2013 tritt der Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem ersten Geburtstag in Kraft. „Damit bekommen Kinder endlich ihr Recht auf Bildung von Anfang an und Eltern die Chance, ihr Leben mit Kindern besser mit ihren Erwerbswünschen zu vereinbaren“, stellt die SPD-Bundestagsabgeordnete Caren Marks fest. Den Rechtsanspruch hatte die SPD in der Großen Koalition 2007 durchgesetzt und damit dem Ausbau von Kitas und Tagespflege bundesweit einen gewaltigen und dringend notwendigen Schub verliehen. Dabei hat die SPD auch dafür gesorgt, dass sich der Bund mit 4 Milliarden Euro am Ausbau und auch danach an den Betriebskosten der Einrichtungen beteiligt, um die Länder und Kommunen bei der wichtigen Aufgabe des Kita-Ausbaus zu unterstützen. „Auch in meinem Wahlkreis haben die Kommunen sich sehr bemüht, in kurzer Zeit viele Betreuungsplätze zu schaffen“, erläutert die familienpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion. Trotz großer Anstrengungen von Ländern und Kommunen fehlten aktuell allerdings noch Betreuungsplätze. „Merkel und ihre Familienministerin Schröder können die Tatsache nicht schön reden, dass sie ihrer Verantwortung für den Kitaausbau nicht genug nachgekommen sind“, kritisiert Marks. So hatte die SPD-Bundestagsfraktion die letzten Jahre immer wieder beharrlich einen Krippengipfel sowie eine Fachkräfteoffensive gefordert, war damit aber bei der schwarz-gelben Bundesregierung auf taube Ohren gestoßen. Obwohl Deutschland im europäischen Vergleich zu wenig in frühkindliche Bildung und Betreuung für Kinder unter drei Jahren investiere – nämlich nur 0,1 Prozent des Bruttoinlandprodukts – leiste sich diese Bundesregierung ein teures und kontraproduktives Betreuungsgeld. „Viel wichtiger ist statt dessen, dass mehr in die Fachkräftegewinnung und in die Qualität der Betreuungsangebote investiert wird“, fordert Caren Marks. „Wir brauchen nicht nur mehr, sondern auch bessere Kinderbetreuung“.