Region legt Fahrplanmaßnahmen für 2013 vor: Viele Verbesserungen bei S-Bahnen und Bussen

Region. Zusätzliche Fahrten an den Wochenenden und im Nachtverkehr: Die Region Hannover will das Angebot im S-Bahnverkehr ab dem Fahrplanwechsel 2012/13 weiter ausbauen. So soll auf den Strecken nach Haste (S 1/2) und Bennemühlen (S 4) der 30-Minuten-Takt an den Samstagen bis 19.00 Uhr verlängert werden. Auf der Strecke nach Springe und Hameln (S 5) wird an Sonntagen nun zwischen 16.30 und 21.30 Uhr alle halbe Stunde eine S-Bahn fahren. Zusätzliche Fahrten im Spätverkehr nach Mitternacht sind für Sehnde, Isernhagen und Großburgwedel geplant. Auch der Flughafen Hannover-Langenhagen wird für Fluggäste, die mit der S-Bahn anreisen, besser erreichbar sein: Fahrten sind ab Mitte Dezember 2012 täglich bis 1.30 Uhr möglich und dann wieder ab 3.30 Uhr. Drei zusätzliche Fahrtenpaare wird werktags der erixx für Mellendorf und Langenhagen Mitte anbieten. Das zusätzliche Angebot im Nahverkehr auf der Schiene bezuschusst die Region Hannover mit rund 770.000 Euro.
„Wir wollen die Einsparungen im Schienenverkehr, die wir durch günstige Ausschreibungsergebnisse erzielt haben, nutzen, um unsere Angebote zielgerichtet auszubauen. Voraussetzung ist allerdings eine wirkliche Nachfrage, wir sollten nicht in Aktionismus verfallen“, betont der Verkehrsdezernent der Region Hannover, Ulf-Birger Franz.
Neuerungen auch im Bussektor: Der westliche Bereich des Wettbergener Neubaugebiets zero:e wird über die neue Haltestelle Bergfeldstraße/In der Rehre erschlossen. Für die Bewohner der Siedlung Wülfeler Bruch verbessert sich die Busbedienung an den Wochenenden: samstags und sonntags gilt künftig der 20- bzw. 30-Minunten-Takt. Mehr Verkehr auch für Betriebe und Gewerbegebiete: In Laatzen wird - probeweise für ein Jahr – das Unternehmens Bosch-Rexrodt direkt angefahren. Verabredet ist auch eine Anbindung des Airport Business Parks Nord und des Air Cargo Terminal mit der Linie 470 mit über 1000 Arbeitsplätzen. Voraussetzung ist der Abschluss einer Vereinbarung zur Abnahme von Jobtickets für den Großraum-Verkehr Hannover (GVH). Gespräche über ein GVH-Sammelbestellerabo finden auch mit Firmen am Berenbosteler Heinrich-Nordhoff-Ring statt.
Das Gesamtvolumen der zusätzlichen Maßnahmen umfasst über 200.000 zusätzliche Fahrplankilometer. Von den Kosten in Höhe von rund 1,1 Mio. Euro jährlich müsste die Region 840.000 Euro tragen. Noch vor der Sommerpause wird die Regionsversammlung endgültig über die Maßnahmen entscheiden.