Schulen sollen barrierefrei werden- CDU Regionsfraktion fordert Handlungsprogramm „Barrierefreie Schule“ für die Region

Region. Als diskriminierend und verantwortungslos empfindet der schulpolitische Sprecher der CDU-Regionsfraktion, Bernward Schlossarek, dass ein großer Teil der regionseigenen Förder – und Berufsschulen körperbehinderten SchülerInnen noch immer keine vollständige Barrierefreiheit bietet. Die Regionsverwaltung musste in einer Anfrage der CDU-Regionsfraktion einräumen, dass nur bei aktuellen Sanierungen von Schulgebäuden die Barrierefreiheit hergestellt wird. So sind bis heute bei über einem Drittel der Förderschulen und rund der Hälfte der Berufsbildenden Schulen lediglich die Eingangsbereiche barrierefrei gestaltet. Darüber hinaus sind für einen vollständigen Umbau im Sinne der Barrierefreiheit weder zeitliche noch finanzielle Ziele definiert.
„Mir ist völlig unverständlich, warum die Regionsverwaltung so vehement für die gemeinsame Beschulung von SchülerInnen mit und ohne Behinderungen eintritt, aber den barrierefreien Ausbau der Regionsschulen vernachlässigt!“, so Schlossarek. „Ich kann nicht nachvollziehen wie der Regionspräsident es zulassen kann, dass bauliche Strukturen vor allem im Bereich der Berufsbildenden Schulen den Schulbesuch von SchülerInnen erschweren, denn die UN-Behindertenrechtskonvention fordert im Artikel neun Maßnahmen zu ergreifen, damit die Barrierefreiheit zugunsten behinderter Menschen sichergestellt werden kann.“
Nach Ansicht des Schulpolitikers ist neben der inklusiven Beschulung -dem gemeinsamen Unterricht von SchülerInnen mit und ohne Behinderung- der Abbau von Barrieren in den Schulen ein wichtiges Zukunftsthema. Notwendig sind dafür zukunftsweisende politische Weichenstellungen und ein Handlungsprogramm für barrierefreie Schulen, damit SchülerInnen mit Handicap die allgemeinbildenden Schulen besuchen können. Hierzu sind Schulträger nach der Schulgesetznovelle zur Inklusion bis 2018 verpflichtet. In einer ersten groben Schätzung geht die Regionsverwaltung von einem Investitionsaufwand für alle regionseignen Schulen von rund sechs Millionen Euro aus.