Volles Programm von Juli bis September Der Kultursommer 2012:

Kultursommer 2012 in der Brelinger Mitte.

Das musikalische Hoch in der Region Hannover erlebt seine 15. Auflage

Region. Dieses Festival ist das musikalische Hoch in der Region Hannover: 2012 öffnen schon zum 15. Mal Scheunen und Schlösser, Kirchen und Klöster, Kornbrennereien und Rittergüter und andere nicht ganz alltägliche Veranstaltungsorte ihre Türen und Pforten für den Kultursommer (13. Juli bis 9. September). Das Spektrum reicht von kleinen, intimen Konzerten bis hin zu Auftritten internationaler Größen der Musikszene. Ob Jazz, Hip-Hop, Pop, Blues-Rock, Klezmer, ob Alte oder Neue Musik, ob Liederabend oder Klangkunst – fast alle musikalischen Genres sind vertreten.
Der Kultursommer 2012 hat bereits am 13. Juli mit einem transkulturellen Konzert im Expowal begonnen und endet am 9. September bei einem Picknick mit Musik im Garten von Schloss Landestrost in Neustadt a. Rbge.. Zwischen diesen Terminen ist Platz für 39 weitere Musikereignisse an 30 Orten in der gesamten Region Hannover – organisiert von insgesamt 32 Mitveranstaltern und finanziell unterstützt von der Stiftung Kulturregion Hannover.
„Es ist ein Programm, das von der Zusammenarbeit lebt. „Der Kultursommer ist kein Intendantenfestival. Was ihn so einzigartig macht, sind die unterschiedlichen musikalischen Facetten, die nur durch den Input der vielen beteiligten Veranstalter möglich sind“, unterstreicht Uwe Kalwar, Leiter des Teams Kultur der Region Hannover, den besonderen Charakter der Veranstaltungsreihe, die von der Stiftung Kulturregion finanziell unterstützt wird.
„Der ‚Kultursommer’ hält für seine Besucherinnen und Besucher ein außergewöhnliches, qualitativ hochwertiges Musikprogramm an den schönsten Orten der Region Hannover bereit“, sagt Regionspräsident Hauke Jagau: „Das ist nur möglich mit engagierten Veranstaltern vor Ort und Künstlern, die mit Herzblut dabei sind.“ Jagau dankte besonders der Stiftung Kulturregion Hannover: „Die Stiftung unterstützt die einzelnen Veranstalter dabei, besondere Highlights zu engagieren, die aus den meist kleinen Budgets der Kulturvereine nicht finanzierbar wären.“ Die Fördersumme beträgt in diesem Jahr 65.000 Euro.
Den Reigen der 41 Konzerte begann am 13. Juli im Expo-Wal. Einer der ungewöhnlichsten Spielorte ist die Halle 8 auf dem Hanomag-Gelände in Hannover. In dem denkmalgeschützten Industriebau, in dem während Zweiten Weltkriegs Granaten und Geschütze gefertigt wurden, inszeniert die Regisseurin Olga Motta „Liebe & Krieg“, das Ensemble Alta Ripa musiziert (29. August).
Ein Wandelkonzert im Garten von Schloss Landestrost spielt am 2. August das Johann Rosenmüller Ensemble auf historischen Instrumenten des 17. und 18. Jahrhundert. Werke von Orlando di Lasso, Josquin Baston und erstmals nach über 400 Jahren auch wieder aufgetauchte Kompositionen des Neustädter Komponisten Erich Dedekind werden zu Gehör gebracht. Im Südwesten der Region tritt die Formation Füenf im Energie- und Umweltzentrum am Deister in Erscheinung (4. August). Das Quintett setzt auf die Stärke seiner markigen Stimmen, vor allem, wenn es darum geht, bekanntes Songmaterial zu verwursten. Gegrillt wird auch.
Zu einem nächtlichen Treffen im Innenhof des Regionshauses an der Hildesheimer Straße kommt es am 22. August: Das bedingt zart besaitete Crazy Duo agiert mit den Vokal-Virtuosen der Formation Juicebox. Erprobtes Areal für Open Airs ist hingegen der Pfarrgarten der St. Martinskirche in Seelze. Die Band Siembra (25. August) ist für Musik und Poesie aus Lateinamerika bekannt.
Zum Kultursommer-Showdown in den Neustädter Schlossgarten bitten am 8. und 9. September schließlich Gankino Circus: Manege frei für vertrackte Balkan-Rhythmen, derbfränkische Lieder und Balladen aus dem Wilden Westen. „Es macht den Menschen großen Spaß, im Sommer diese Konzerte an besonderen Orten zu erleben, und dabei unsere Region, immerhin fast so groß wie das Saarland, ein weiteres Stück mehr zu entdecken“, erklärt Kultursommer-Organisator Uwe Kalwar, die Beliebtheit der Konzertreihe.
Bemerkenswert ist auch die Gastfreundlichkeit der Organisatoren vor Ort. Zum Konzertgenuss gesellt sich schon mal die Führung durch einen Barockgarten, das Anbieten kulinarischer Köstlichkeiten oder Austauschmöglichkeiten bei Wein und Brot nach den Konzerten. „Dies ist ein ganz spezieller Reiz, der vom Kultursommer ausgeht: Es ist eine Herzensangelegenheit der Veranstalter, die Besucher willkommen zu heißen“, sagt Kalwar.
Das vollständige Programm des Kultursommers steht im Internet unter www.kultursommer-region-hannover.de. Programmhefte liegen beim ECHO, im Bürgerbüro der Region Hannover und bei den Informationsstellen der Städte und Gemeinden aus.