Zehn Jahre nach dem Amoklauf in Erfurt - Amokwarnung an vielen regionseigenen Schulen immer noch nicht möglich

Region.„Warum gibt es immer noch kein Amokalarmsystem an den Schulen der Region Hannover?“ fragt sich der schulpolitische Sprecher der CDU Regionsfraktion Bernward Schlossarek. „Muss denn erst eine Katastrophe passieren, bevor die Regionsverwaltung
aktiv wird?“ Der schulpolitische Sprecher kritisiert, dass es auch zehn Jahre nach dem Amoklauf von Erfurt immer noch regionseigene Schulen gibt, die über kein funktionierendes Amokalarmsystem verfügen. „Die Tatsache, dass die Region Hannover Schulen betreibt, die ohne ausreichendes Sicherheitssystem auskommen müssen bzw. nicht selbstständig
bei Gefahr einen Amokalarm auslösen können, ist nur schwer zu ertragen“, kritisiert Schlossarek. „Für eine flächendeckende Nachrüstung fehlte der Region bisher offensichtlich der politische Wille, Geld in die Sicherheit der Schulen zu investieren.“ Seit den Amoktaten der letzten Jahre gehören Sicherheits- und Gewaltpräventionsmaßnahmen zur notwendigen Standardausstattung in Schulen, um während des Schulbesuchs größtmöglichen Schutz der Schülerinnen und Schüler zu
gewährleisten. Leider hatten diese wichtigen Investitionen in der Region in den Jahren nach dem Amoklauf von Erfurt keine Priorität. „Dieses ist grob fahrlässig und birgt ein großes Gefahrenpotenzial“, so Schlossarek.
Die CDU-Fraktion hat die Verwaltung mehrmals aufgefordert für die Sicherheit der SchülerInnen tätig zu werden. „Doch allein das Faktum, dass diese Anträge von der CDU gestellt werden, reicht aus um sie abzulehnen!“
Schlossarek betont, dass die vorhandenen Notfallpläne gut und richtig sind, aber keine fehlenden technischen Voraussetzungen ausgleichen können. Denn eine lebensrettende Warnung an die Klassen per Lautsprecher ist oft nicht möglich, weil entsprechende Anlagen nicht vorhanden oder noch nicht nachgerüstet sind.