Zukunft der alten Schule zeichnet sich ab

Die alte Schule in Wennebostel bleibt weiterhin teilweise als Wohnraum vermietet, aber der Teil, in dem früher der Kindergarten war, soll in Abstimmung mit dem Ortsrat von der Freiwilligenagentur als zweites Hausneben dem MGH in Mellendorfbetrieben werden. Jetzt gilt es dafür Fördermittel zu akquirieren. Foto: A. Wiese
  • Die alte Schule in Wennebostel bleibt weiterhin teilweise als Wohnraum vermietet, aber der Teil, in dem früher der Kindergarten war, soll in Abstimmung mit dem Ortsrat von der Freiwilligenagentur als zweites Hausneben dem MGH in Mellendorfbetrieben werden. Jetzt gilt es dafür Fördermittel zu akquirieren. Foto: A. Wiese
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Wennebostel (awi). Es nennt sich Konzept Dorfgemeinschaft 2.0 und ist durch und im Nachgang zu der LEADER-Veranstaltung entstanden, vom Ortsrat Wennebostel angenommen und beraten worden: Die Freiwilligenagentur wird demnächst zwei Häuser betreiben, das Mehrgenerationenhaus am Gilborn in Mellendorf und die „alte Schule Wennebostel“, die konzeptionell ähnlich ausgerichtet sind, aber das Haus in Wennebostel wird nicht über die Fördermittel des MGH laufen. Für Wennebostel ist die Gemeinde dabei, Fördermittel zu akquieren.Die Planung ist soweit abgeschlossen. Das Konzept steht und die Workshops mit den Wennebostlern könnten beginnen. Allerdings können die bestehenden Räume in ihrem jetzigen Zustand nicht genutzt werden. Es besteht unter anderem die Notwendigkeit, vorher die Heizungsanlage zu verändern und das Gebäude an die aktuellen Brandschutzbestimmungen anzupassen, so Gemeindesprecher Ewald Nagel auf Nachfrage. Um diese Arbeiten zu planen und zu beauftragen ständen derzeit allerdings die notwendigen Kapazitäten in der Fachverwaltung nicht zur Verfügung. Derzeit sei das Personal mit dem Umbau von Schulen ausgelastet. Bürgermeis-ter Helge Zychlinski dazu: „So verständlich der Wunsch nach einem neuen Dorfzentrum und so charmant das neue Konzept auch ist: Bevor wir unseren Pflichtaufgaben, wie zum Beispiel den Ausbau unserer Schulen, nicht nachgekommen sind, haben diese freiwilligen Tätigkeiten nicht die oberste Priorität. Sowie Kapazitäten in der Verwaltung frei sind, werden wir uns gerne der Sache annehmen.“
In der LEADER-Veranstaltung mit dem Ortsrat war eine enge Einbeziehung der Dorfbewohner gewünscht worden. Die Gemeinde bestätigt, dass es Workshops als Beteiligungsprojekt geben wird. Der Veranstaltungsort steht zwar noch nicht fest, aber sie sollen für alle geöffnet sein, die sich beteiligen wollen. Betrieben werden soll die „Alte Schule“ aber durch die Freiwilligenagentur. Es wird dort jeden Tag ein Kollege oder eine Kollegin der Freiwilligenagentur vor Ort sein. Die Hauptverwaltung wie die Planung von Angeboten und mehr wird aus der Freiwilligenagentur im MGH geschehen. Vorort werden die Gruppen dann von den Mitarbeitenden betreut.
Dennoch ist das Haus nach dem Auszug des Kindergartens in erster Linie für die Wennebosteler da. Die Freiwilligenagentur übernimmt nur die Verwaltung und Organisation unter den gleichen Regeln und Bedingungen wie in Mellendorf. Das Projekt in Wennebostel wird allerdings keine Außenstelle des MGH. Die Freiwilligenagentur betreibt dann zwei Häuser. Für Wennebostel ist die Freiwilligenagentur zurzeit auf der Suche nach attraktiven Förderprogrammen. Die Mittel für das Inventar zur Ausstattung der „Alten Schule Wennebostel“ standen bereits im Haushalt 2021 und werden voraussichtlich mit in den Haushalt 2022 übertragen. Die Mittel für Renovierung, Sanierung und Außenanlage sind im Verwaltungsentwurf zum aktuellen Haushalt eingestellt.
Beim neu gewählten Ortsbürgermeister von Wennebostel, Claudio Köhler, löst diese Entwicklung verständlicherweise Begeisterung aus. Der Ortsrat und Arbeitsgruppen tagten bereits regelmäßig auch in Pandemiezeiten, um die Vorbereitungen für dieses für Wennebostel und seine Dorfgemeinschaft so wichtige Projekt zu treffen und bereit zu sein. Köhler zeigte Verständnis, dass die baulichen Voraussetzungen aus personellen Gründen noch nicht gleich ausgeführt werden können, ist aber zuversichtlich, dass das Konzept Dorfgemeinschaft 2.0 noch dieses Jahr an den Start geht.

Autor:

Anke Wiese aus Wedemark

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