Taucher und Störe auf Tuchfühlung

Die Mitglieder des Tauchclubs Barakuda hatten einen tollen Tag in Ibbenbühren. Fotos: Privat
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Wedemark. Für Tauchgänge in versunkenen Tempeln, in Höhlen und mit vielen Fischen muss man normalerweise eine weite Anreise in ferne Länder in Kauf nehmen. Zum Start in die Tauchsaison 2022 haben die Mitglieder des Tauchclub Barakuda Mellendorf sich für eine Reise zum Unterwasserpark NaturaGart in Ibbenbühren entschieden, um alle diese Erlebnisse beim traditionellen Saisonauftakt, dem „Antauchen“ zu genießen.
Der Unterwasserpark ist ein künstlich angelegter Teich mit 120 x 60 m, der an der tiefsten Stelle knapp  acht Meter misst und in dem sich 30.000 Quadratmeter Wasser befinden. Auf der einen Kilometer langen Tauchstrecke gibt es neben einem Wrack auch eine Tempelanlage mit Steinfiguren und vielen Höhlen. Das Highlight sind aber die 20 Störe, die eine Länge bis zu zwei Meter erreichen. Vor jedem Tauchgang gibt es aber immer ein Briefing, bei dem die wichtigsten Informationen über den Tauchgang besprochen werden. „In der Tempelanlage wohnen die Störe“, berichtet Sabrina Gerasch, die Leiterin der Tauchbasis in Ibbenbühren. „Nehmt Euch genug Zeit, um die Anlage mit den großen Tieren zu erkunden.“, Wenn man die großen Tiere zum ersten Mal seht, kann man sich leicht erschrecken. Die Störe schwimmen ähnlich wie Haie, haben jedoch ein Saugmaul und können nicht beißen. „Die großen Störe sind völlig zahm aber gehen gerne auf Tuchfühlung“, erzählt die Tauchlehrerin Gerasch.
Nach der Ankunft der Taucher aus Mellendorf in der Tempelanlage lassen die Knochenfische nicht lange auf sich warten. Die Störe kommen aus allen Richtungen der Tempelanlage hervorgeschossen und drehen erst kurz vor den Tauchern ab, denen das Staunen und die Freunde über die Begegnungen ins Gesicht geschrieben steht. Auf Nahrungssuche kommen die großen Fische mit dem torpedoförmigen Körper aus allen Richtungen auf die Taucher zu, schwimmen direkt vorbei um dann wieder im Dunkeln zu verschwinden.
Nach der Tempelanlage mit den Tempelwächtern ging es für die Barakuda Mitglieder zum Schiffswrack, einem 13 Meter langen Kanalschiff mit drei Laderäumen, das für die Taucher versenkt wurde. Der Unterwasserpark ist in mehrere Themenbereiche unterteilt und eine Tauchkarte, die jedes Buddy Team erhält, zeigt die Highlights und möglichen Tauchstrecken um sich unter Wasser zurecht zu finden. Auf dem Rückweg werden die Höhlensysteme mit den Durchbrüchen und Löchern in der Decke erkundet, die bei sonnigem Wetter faszinierende Lichtspiele bieten. Der Blicke auf die Tauchcomputer der Taucher zeigt an, dass es Zeit ist, den Rückweg anzutreten und so kommen die Taucher nach 40 Minuten wieder am Eingang an um die Tauchflaschen für einen zweiten Tauchgang füllen zu lassen.
Auch die nächsten Tauchausflüge hat der Tauchclub schon geplant. „Wir haben mehrere Tauchausflüge für die Kinder- und Jugendgruppe geplant, bei denen wir den jungen Tauchern die Unterwasserwelt zeigen“, berichtet Pressesprecher John Pommerening. Auch für die Erwachsenen stehen Tauchkurse und die Abnahme der Tauchsportabzeichen an. So gibt es inzwischen viele Familien, die den Tauchsport beim Tauchclub Barakuda als generationsübergreifenden Familiensport betreiben.
Schnell waren sich alle Teilnehmer einig, dass der Unterwasserpark in Ibbenbühren neben den „echten“ Tauchseen (etwa Hemmoor und Nordhausen) auch im nächste Jahr wieder ein fester Bestandteil der Vereinsaktivitäten bleiben soll. Wer Interesse an einem aktiven Vereinsleben und gemeinsamen (Tauch-)Erlebnissen hat, kann sich unter Telefon (0 51 30) 9 02 03 50 oder auf der Homepage unter www.tc-barakuda.de informieren.

Die Mitglieder des Tauchclubs Barakuda hatten einen tollen Tag in Ibbenbühren. Fotos: Privat
An die Störe kommen die Taucher ganz dicht heran.
Autor:

Anke Wiese aus Wedemark

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