20-Jähriger verunglückt bei Flucht auf A7

Berkhof. Ein 20-jähriger Autofahrer versuchte sich am Donnerstag letzter Woche gegen 23 Uhr mit seinem Fahrzeug einer Kontrolle durch die Polizei auf der A 7 zu entziehen und verunfallte schließlich im Bereich Burgwedel. Zwei Mitfahrer des Flüchtenden wurden bei dem Unfall leichtverletzt. Der Mercedes 500 V8 war auf der Richtungsfahrbahn Süden von dem zivilen Videowagen der Polizei (Police-Pilot-System) bei einer
Geschwindigkeitsüberschreitung gefilmt worden und sollte auf dem Parkplatz
"Osterriehe" angehalten und kontrolliert werden. Das Fahrzeug folgte den
Beamten, wurde jedoch kurz vor dem Anhalten voll beschleunigt und fuhr wieder
auf die A7 in Richtung Süden auf. Die Polizisten nahmen die Verfolgung auf und
erreichten dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 250 km/h. Der Flüchtige
durchfuhr dabei eine eingerichtete Nachtbaustelle, drängte ein unbeteiligtes
Fahrzeug ab und überfuhr insgesamt 13 Warnbaken. Dabei wurde das Fahrzeug so
sehr beschädigt, dass es nicht mehr fahrbereit war, in ein Baufeld schleuderte
und an der Mittelschutzplanke zum Stehen kam. Im Fahrzeug saßen drei
Heranwachsende im Alter von 20 Jahren aus Hildesheim. Der Fahrer stand unter
Betäubungsmitteleinfluss. Die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen waren
gestohlen, das Fahrzeug ohne Versicherungsschutz. Die etwa zehn Kilometer lange
Fahrt wurde aufgezeichnet. In einer 60-Km/h-Zone fuhr der Flüchtige 214 Km/h
(Toleranzwerte bereits abgezogen). Die Beamten leiteten mehrere Verfahren ein.