Ausstellung zum Kriegsende online

Gruppe aus dem MGH hat Beiträge und Links bereitgestellt

Wedemark. Aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie findet der Gedenktag zum 8. Mai 1945, dem Tag des Kriegsendes, ausschließlich online statt. Ursprünglich hatte Fredy Krause, Sprecher der Gruppe Krieg-Kriegskinder-Kriegsenkel im Mehrgenerationendialog,
eine gemeinsame Veranstaltung unter Beteiligung des Roye-Komitees mit Dunja Maaß und Kriegsteilnehmern aus Frankreich geplant. Ebenso war
geplant den Enkel des Lehrer Ewald Niedermeyer, Jörg Niedermeyer, zur Eröffnung einzuladen. Seine telefonische Zusage hierzu hatte Krause bereits erhalten.
Er hofft, dieses in einem Jahr gemeinsam im MGH in Mellendorf nachholen zu können, sobald die Corona-Pandemie-Sachlage es zulässt.
Am gestrigen Freitag ist zunächst online die Dauerausstellung „Mellendorf Kriegstagebuch 1942 – 1950 von dem Lehrer Ewald Niedermeyer" eröffnet worden. In Rahmen der Ausstellung ist unter anderem die Lagerakte von einem Russlandheimkehrer dokumentiert zu sehen. Diese Akte steht für drei Millionen deutsche Kriegsgefangene, die sich in russische Lagerhaft am 8 Mai 1945 – manche für zehn Jahre – begeben mussten, betont Fredy Krause. Nicht für jeden sei eine Akte angelegt worden. Eher für wenige.
Nach Krauses Begrüßung und Eröffnungsrede zum Gedenken des 75. Jahrestages des Kriegsendes am 8. Mai 1945 kommen mit Ewald Niedermeyer, Franz Wieczorek, Rolf Zick, Arnold Kirchner, Fritz Schöning und Krause selbst Vertreter von fünf Generationen zu Wort.
Diese Redebeiträge sowie die Dokumentation zur Ausstellung sind online bereitgestellt.
Zum einem besseren historischen Verständnis der Einordnung von 130 Jahren Zeitgeschichte hat Krause einige Linkverbindungen eingepflegt.