Ausstellung zum Kriegsende vor 75 Jahren

Vorbereitungen für September sind jetzt angelaufen

Mellendorf. „Krieg ist der größte Irrsinn der Geschichte“, so die Worte von Rolf Zick aus Langenhagen, Jahrgang 1921. Zum 75 Jahrestag des Kriegsendes in Deutschland, Europa und der Welt wird es am 29. September im Mehrgenerationenhaus in Mellendorf eine Präsentation des „Mellendorfer Kriegstagebuchs" des Mellendorfer Lehrers Ewald Niedermeyer geben, der von 1942 – 1950 Schulleiter in Mellendorf war. Die Krieg-Kriegskinder-Kriegsenkelgruppe Wedemark plant zum 29. September eine Ausstellung zum Thema. In diesem Jahr jährt sich der Tag des Kriegsendes des Zweiten Weltkrieges und damit der Befreiung Deutschlands durch den Nationalsozialismus, welcher über die Völker in Europa und der Welt entsetzliches Grauen mit über 60 Millionen Toten angerichtet hat, immerhin zum 75. Mal., so der Initiator der Kriegsenkelgruppe, Fredy Krause aus Wennebostel. Diese Ausstellung soll durch Vertreter dreier
Generationen und dreier Länder (Frankreich, England, Deutschland) neben einem Gedenken auch ein weiterer Schritt in Richtung Versöhnung sein. Hierzu wurden frühzeitig Kontakte zum Enkel des Lehrer Ewald Niedermeyer,Jörg Niedermeyer aufgenommen, der
der Eröffnung als Redner beiwohnen wird. Ebenfalls als Redner haben sich Rolf Zick (Jahrgang 1921) und Arnold Kirchner aus Elze (Jahrgang 1923) dazu bereit erklärt, bei der Eröffnung und Begrüßung mit Worten jeweils aus Ihrer Generation zu sprechen. Fredy Krause wird die Ausstellung eröffnen und für die Kriegsenkelgeneration sprechen. Ebenso wurde der Wunsch einer Beteiligung einer Aufnahme in den Ablaufplan bei der Eröffnung mit Grußworten vom Komitee Wedemark-Roye an die Gruppe herangetragen. Diese entstand durch einen Kontakt der Kriegsenkelgruppe nach Frankreich.
Hier steht eine verbindliche Beteiligungszusage des Komitee Wedemark-Roye noch aus.
Dieses soll eine erste Grobplanung für die Öffentlichkeit sein, damit dieses wichtige Thema auch eine möglichst große Resonanz in der Öffentlichkeit widerfährt.
Die Kriegsgeneration, also die Generation, die noch aktiv an Kriegshandlungen beteiligt war stirbt langsam aus. Die Kriegskindergeneration, die Generation, die nicht aktiv an Kriegshandlungen beteiligt waren ebenso, wobei 60 Prozent der
damals 14 Millionen Flüchtlinge aus dem Osten hiervon heute noch als traumatisiert gelten. Die Kriegsenkelgeneration, die beides nicht selbst erlebt haben, stellen sich heute je nach
Betroffenheit die Fragenm, inwieweit bin ich betroffen, was kann ich tun. An diesem Tag der Ausstellung soll ein weiterer Baustein zur Versöhnung für die nächste Generations gesetzt werden, „damit wir es mit Dankbarkeit und Demut aber auch als Gnade verstehen, unsere Demokratie ist nicht selbstverständlich", mahnt Fredy Krause und appelliert: „Wir müssen als Gesellschaft alles tun, damit unsere Demokratie eines Tages nicht
so endet wie Rolf Zick und Arnold Kirchner für die Kriegsgeneration folgende Mahnung für uns Nachgeborene am 27. August letzten KJahres bei der Lesung von Rolf Zick im MGH hinterlassen haben: ,Ihr die Generation der Nachgeborenen könnt Euch einfach nicht vorstellen, was es bedeutet zu Beginn der Weimarer Zeit geboren in eine faschistische Diktatur hineinzuwachsen, die in einem Krieg und später dann in einem totalen Krieg endet“ Tut alles aber auch alles was in Eurer Macht steht, damit so etwas nie aber auch nie wieder passiert', so die eindringliche Mahnung von Zick und Kirchner.