Die Wedemark wird CO2-neutral bis 2030

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Daniela Mühleis.

SPD stellt Maßnahmenpaket vor

Wedemark. Daniela Mühleis, Fraktionsvorsitzende der SPD im Gemeinderat, und Bürgermeister Helge Zychlinski stellen das Maßnahmenpaket der Wedemärker Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten vor:„Der Klimaschutz, die Energiewende, die CO2-Neutralität: Das sind die wichtigsten Themen der Umweltpolitik in unserer Zeit. Das ist gerade in seiner verschärften Dramatik vom Weltklimarat verdeutlicht worden. Das Ziel für uns vor Ort lautet: Bilanzielle CO2-Neutralität in der Wedemark bis 2030.“

Die Wedemark ist hier vergleichsweise gut aufgestellt, dennoch verlangen die neuen Zielsetzungen von allen eine deutlich erhöhte Effizienz bei der Umsetzung der Klimaneutralität. Dies bedeutet mehr Zielgenauigkeit, größere Wirkungsstärke, höhere Entscheidungsflexibilisierung. Auch in dieser Ausrichtung hat uns der aktuelle Bericht des Weltklimarates bestärkt. In der Wedemark gibt es zu diesem Themenkomplex hohe Kompetenzen. Diese müssen zur Stärkung der notwendigen Einzelmaßnahmen gebündelt werden.Wir wollen daher ein Steuerungsteam "Klima in Not" einsetzen, dass auf höchstem Sachniveau der Kommunalpolitik zuarbeitet. Wir setzen uns für nachhaltiges Wohnen/Bauen ein, denn 28 Prozent der CO2-Emissionen kommen in der Wedemark aus den Haushaltungen. Es lohnt sich also, hier besonders den Hebel anzusetzen. Der Anteil der CO2-Emissionen durch den Straßenverkehr in der Wedemark beträgt 58 Prozent. Hier bedarf es auch hier dringend einer Wende im Bereich der Mobilität. Radfahren muss attraktiver werden, die öffentlichen Verkehrsmittel komfortabler und preiswerter.

Die Wedemark besteht zu großen Teilen aus Waldgebieten. Wir wollen den Wald als Klimaschutzfaktor stärken. Der Wald sorgt für den CO2-Abbau, aber auch er leidet unter dem Klimawandel. Unsere Moore sind ebenso ein sehr wichtiger Klimaschutzfaktor. Sie binden riesige Mengen CO2 wie keine andere Landfläche und bedürfen eines besonderen Schutzes.
Die nächsten Jahre erfordern einen Strauß bedeutender Maßnahmen:
Schaffung von Anreizen, um auch private Bestandsbauten auf erneuerbare Energien umzustellen, Verbesserung der vorhandenen Beratungsangebote (Heizsysteme, Dämmung, Energiegewinnung) durch schlankere, zielgerichtetere und vor allem schneller abrufbare Informationen, Gewerbebauten im Bestand als Flächen zur Erzeugung des grünen Stroms (PV-Anlagen) gewinnen, CO2-Neutralität im Wohn- und Gewerbebereich, der ländliche Charakter des Wohnens und Lebens in der Wedemark muss stets im Vordergrund stehen, neue Bebauung im Einklang mit dem Umfeld, Einführung eines 365 Euro-Tickets für Bus und Bahn auf Regionsebene, Beschleunigung des Radwegebaus und die Ertüchtigung der Radwege, Erstellung eines Masterplans Radwegebau und Bereitstellung der erforderlichen finanziellen Mittel, kostenlose und komfortable Fahrradparkhäuser an jedem Bahnhof
WLAN und Zugbegleitung in allen S-Bahnen, das Pilotprojekt Sprinti muss gemeinsam mit der „Wedebiene“ eine Dauereinrichtung werden, Ausbau öffentlicher E-Ladestationen auf mindestens 40 Säulen bis 2026, Waldökologische Beratungsangebote und Aufforstung mit klimaangepassten Bäumen, Unterstützung der Gründung einer Waldstiftung für die Wedemark zur Sicherung bestehender und Schaffung neuer Waldflächen, Unterstützung des Projekts: „Die Wedemark pflanzt 100 klimaangepasste Bäume!“, Förderung der Biodiversität durch das Anlegen von Blühstreifen auf öffentlichen Flächen, Erhalt und Schutz der Moore als CO2-Speicher im Zuge des Klimawandels.