„Die Würde des Menschen ist unantastbar“

Bürgermeister Helge Zychlinski würdigt 70 Jahre Grundgesetz

Wedemark. Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Verkündung des Grundgesetzes verlost die Gemeindeverwaltung zweimal das Grundgesetz als illustriertes Magazin. Vor 70 Jahren, am 23. Mai 1949, wurde in einer feierlichen Sitzung des Parlamentarischen Rates das Grundgesetz als Verfassung der Bundesrepublik Deutschland verkündet. Besondere Bedeutung haben aufgrund der Erfahrungen aus dem nationalsozialistischen Unrechtsstaat die im Grundgesetz verankerten Grundrechte. So würdigt Bürgermeister Helge Zychlinski das Grundgesetz auch als wegweisend für die deutsche Geschichte und Entwicklung.
„Die Würde des Menschen ist unantastbar heißt es in Artikel eins des Grundgesetzes. Das ist eine bedeutungsschwere Aussage, die vor 1945 im Dritten Reich keinen Bestand hatte“, sagt Bürgermeister Helge Zychlinski, der in diesem Kontext auch auf das Projekt „Die Geschichte der Wedemark von 1930 bis 1950“ hinweist. Das Projekt erforscht neben dem alltäglichen Leben in den Ortschaften der heutigen Gemeinde Wedemark insbesondere den Nationalsozialismus in seinen lokalen Auswirkungen. Nicht nur die Garantie der Grundrechte in den ersten 19 Artikeln mache das Grundgesetz so wichtig, so der Bürgermeister, auch andere Normen, wie die Kommunale Selbstverwaltung (Artikel 28) oder das Verhältnis von Bund und Ländern (Artikel 20) seien wegweisend gewesen.
Tatsächlich garantiert das Grundgesetz erstmals und umfassend in der deutschen Geschichte Bürgerrechte. In Artikel 79 wiederum steht die wichtigste Lektion, die die Mütter und Väter des Grundgesetzes aus der Weimarer Zeit gelernt haben: Die Menschenwürde und die grundlegende Ausgestaltung des Staates, als Demokratie, Rechtsstaat, Bundesstaat und Sozialstaat sind nicht veränderbar. Juristen sprechen hier von der sogenannten Ewigkeitsklausel.
Die Gemeinde Wedemark verlost aus diesem besonderen Anlass zweimal das Grundgesetz als illustriertes Magazin. Teilnehmen können alle Wedemärker. Interessierte sollten bis zum 1. Juni zusammen mit ihren Kontakten, in einem Satz mitteilen, was Würde für sie bedeutet (Stichwort: „Was bedeutet Würde für Sie...?“). „Uns ist es wichtig zum Nachdenken anzuregen“, kommentiert Bürgermeister Helge Zychlinski die Aktion. Einfach E-Mail oder Brief an: vorstandsbuero@wedemark.de beziehungsweise Gemeinde Wedemark, Vorstandsbüro, Fritz-Sennheiser-Platz 1, 30900 Wedemark senden. Die Gewinnenden werden unter allen Einsendungen ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Gemeinde können leider nicht teilnehmen.