FDP für Autobahnauffahrt

Antrag wird in Ausschuss und Ortsrat beraten

Bissendorf-Wietze (awi). FDP-Ratsherr Erik van der Vorm ist der festen Überzeugung, dass eine Autobahnauffahrt auf die A352 bei Bissendorf-Wietze die Lösung für einen Teil der Verkehrsprobleme der Wedemark darstellt, zumindest aber vielen Wedemärkern helfen würde, die Schranken zu umgehen. Und so werden sich der Ausschuss für Planen, Bauen und Umweltschutz am nächsten Dienstag, 20. Oktober, und der Ortsrat Bissendorf-Wietze am Mittwoch, 28. Oktober, erneut mit der Thematik befassen. Der Ortsrat hat allerdings bereits ein einstimmiges Votum abgegeben: Er möchte keine Autobahnauffahrt in seinem Ortsratsbereich. Van der Vorm möchte aber eine Bürgerbefragung in Bissendorf und Bissendorf-Wietze zu dem Thema und hat daher im Rat mit seinem Antrag erreicht, dass dieser in den Fachausschuss verwiesen wurde. Bei der Bürgerbefragung sollten die Bürger die Möglichkeit haben mit „Ich bin für den Bau der Ab- und Auffahrt zur A 352 in Bissendorf-Wietze“ oder „Ich bin gegen den Bau der Ab- und Auffahrt zur A 352 in Bissendorf Wietze“ zu stimmen. „Die Verkehrssituation insbesondere beim Individualverkehr ist insbesondere auch für die Autofahrer, die von Bissendorf-Wietze und Bissendorf östlich der Eisenbahn (S-Bahn) kommen durch die langen Schrankenschließzeiten unzumutbar geworden. Die Gemeinde Wedemark hat 2018 ein Verkehrsgutachten zur gesamten Verkehrssituation in der Gemeinde erstellen lassen. „Darin wird unter anderem zu den Schrankenschließzeiten in Bissendorf ausgeführt, dass die Schrake in Bissendorf zwischen 13 und 19 Minuten je Stunde geschlossen ist und im Durchschnit etwa 16 Minuten“, zitiert Van der Vorm aus dem Gutachten. Daraus folgt, dass diejenigen Verkehrsteilnehmer (Autofahrer), die von Bissendorf-Wietze oder östlich der Bahnschranken in Bissendorf und auch von Wennebostel kommen und nach Langenhagen bzw. Hannover fahren müssen, erhebliche Standzeiten und damit Lebenszeit vor den Schranken einbüßen. Diese erheblichen Standzeiten lassen sich durch den Bau einer Ab- und Auffahrt zur A 352 vermeiden, ist der FDP-Ratsherr überzeugt. Weiter habe das den Vorteil, dass die Verkehrsteilnehmer nicht über die ohnehin überlastete L 190 fahren müssten. Derzeit seien die Planungen für den Bau des Autobahnkreuzes Hannover-Nord (Wedemark-Nord) in Arbeit. Die Ab- und Auffahrt könnte noch in die gegenwärtig laufenden Planungen einbezogen werden. „Es ist die letzte Chance, dass im Zuge des Umbaus des Autobahnkreuz Hannover-Nord (Wedemark-Nord) die Ab- und Auffahrt westlich vor der Autobahnbrücke der A 352 und damit vor Bissendorf-Wietze mit in die Planungen einbezogen wird“, gibt van der Vorm zu bedenken und setzt auf die Bürgerbefragung.