ICE-Trasse durch die Wedemark

Infoveranstaltung am 9. Februar

Wedemark. Die Deutsche Bahn prüft, einen Streckenabschnitt der ICE-Trasse Hamburg-Hannover durch die Wedemark laufen zu lassen – die Gemeinde beobachtet das Vorhaben bezogen auf den durch Brelinger Berge und Moor geplanten Verlauf ablehnend. Am 9. Februar findet eine Informationsveranstaltung der Deutschen Bahn zum aktuellen Planungsstand statt, Bürgerinnen und Bürger können sich digital beteiligen.
Für eine schnellere Bahnverbindung zwischen Hamburg und Hannover prüft die Deutsche Bahn Trassenverläufe, eine der Optionen würde zwischen Brelingen und Negenborn durch die Wedemark führen. Betroffen wäre das Landschaftsschutzgebiet Brelinger Berge, ein weiterer Teil der Strecke wäre durch das Bissendorfer Moor geplant.
„Der geplante Streckenverlauf würde weite Teile der Umwelt und des Landschaftsbildes in der Wedemark zerstören“, warnt Bürgermeister Helge Zychlinski. „Das Bissendorfer Moor gehört zu den wertvollsten Hochmooren in Niedersachsen, auch das Millionenprojekt Hannoversche Moorgeest würde mit der Bahnstrecke hinfällig.“ Der Bürgermeister appelliert an die Deutsche Bahn, die Pläne durch die Wedemark nicht weiterzuverfolgen. „Die umweltfreundlichere Lösung wäre es, sich bei der Trassenplanung an bestehenden Strecken zu orientieren. Unsere dringende Forderung ist: Aus- vor Neubau.“ Dies hatte der Bürgermeister in einem Gespräch mit den Projektverantwortlichen bei der Bahn deutlich gemacht. Zychlinski hatte zudem sein Unverständnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass die bisherigen Vereinbarungen zum möglichen Streckenbau von Bahn einseitig beendet wurden.
Wer sich für die aktuellen Entwicklungen im Projekt interessiert, hat die Möglichkeit, die Planungen zu begleiten: Am 9. Februar lädt die Deutsche Bahn zwischen 15 und 17 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ein und wird dort den aktuellen Planungsstand am Streckenabschnitt Hamburg-Hannover vorstellen. Bürgerinnen und Bürger können sich hier beteiligen und Fragen stellen. Die Veranstaltung findet digital statt. Der Link zur Teilnahme wird vorab auf der Projektwebsite bereitgestellt, hier finden sich auch weitere Hintergründe zum Vorhaben: www.hamburg-bremen-hannover.de