Konzert in Bissendorf

Anna-Doris Capitelli, Mezzosopran,singt beim szenischen Liederabend in Bissendorf. Foto: Jo Titze
Bissendorf. Am Sonnabend, 2. April, um 18 Uhr findet in der Bissendorfer St. Michaeliskirche ein Konzert mit Kunstliedern des Komponisten Franz Schubert und szenischen Lesungen aus Feldpostbriefen statt. Die Anja Fichte Stiftung hat Künstler nach Bissendorf geholt, die auch andere Bühnen gewohnt sind: Anna-Doris Capitelli (Mezzosopran) debütierte 2017 an der Mailänder Scala in der Rolle des Hänsels in Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ in der Erstaufführung auf deutsch und konnte seitdem zahlreiche Erfolge auf unterschiedlichen Bühnen feiern. Nasti Sokolova begleitet die Aufführung am Klavier, studiert im Master Tasteninstrumente beim Pianisten Igor Levit und bringt ihr Talent auch interdisziplinäre Projekte mit elektronischer Musik und Schauspiel in freien Kollektiven ein. Das aktuelle Projekt „Schwanengesang“ vereint Schuberts Kunstlieder mit Feldpostbriefen des 1916 einberufenen Karl Friede an seine Freundin in der Heimat. Die Collage aus historischen Texten und romantisch-verklärter Kammermusik erzählt in besonders intensiver Weise eine Geschichte um eine nicht auslebbare Liebe, um zwei durch den Krieg auseinandergerissene Leben und Menschen – und von der sehnsüchtigen Suche eines rastlosen Wanderers nach einem Stückchen Geborgenheit. Verantwortlich für die Inszenierung ist Max Koch, Spielleiter an der Bayerischen Staatsoper.
Schwanengesang wird in Bissendorf und auch am folgenden Tag in Wennigsen in einem von der Szenen- und Kostümbildnerin Linda Hofmann entworfenen Bühnenbild aufgeführt. Ermöglich wird das Projekt in Bissendorf durch die Förderung der Anja Fichte Stiftung. Der Eintritt ist frei – Besucher können nach dem Prinzip „jeder zahlt was er kann“ die Arbeit der Künstler unterstützen. Erforderlich ist eine kostenlose Platzreservierung unter www.kirche-bissendorf.de beziehungsweise telefonisch zu den Öffnungszeiten des Gemeindebüros unter der Telefonnummer (0 5130) 87 70. Die Veranstaltung findet unter 3-G-Regeln statt – am Eingang wird ein entsprechender Nachweis kontrolliert. In der Kirche gilt die Pflicht, bis zur Einnahme des Sitzplatzes eine FFP2-Maske zu tragen.