Ratten werden bekämpft

Gemeinde legt Giftköder in der Kanalisation aus

Wedemark. Auch in diesem Jahr führt die Gemeinde Wedemark wieder eine Rattenbekämpfungsaktion in ihrer Kanalisation durch. Trockenes, körniges, in Beuteln verpacktes Rattengift wird in der kommenden Woche in die Schächte der Schmutzwasserkanalisation gelegt. „Damit kommt die Gemeinde vorsorglich ihren Pflichten gemäß der niedersächsischen Rattenbekämpfungsverordnung nach,“ erklärt Henning Luttermann, Geschäftsführer der Gemeinde Wedemark Abwasser GmbH die Maßnahme.
In Bereichen aus denen im vergangenen Jahr tatsächlich Rattenbefall gemeldet wurde, würden die Beutel mit dem Rattengift in dichteren Abständen in den Kanälen verteilt, als im übrigen Abwassernetz. Die Auslegung der Beutel erfolge nur im Kanalnetz und nicht an der Oberfläche. Ab dem 6. Juli wird eine Fachfirma zusammen mit Verwaltungsmitarbeitern die Beutel mit dem Rattengift in Abwasserkanälen des gesamten Gemeindegebietes verteilen.
Die Verwaltung weist darauf hin, dass Sichtungen von Ratten umgehend dem Fachbereich Ordnung und Soziales im Rathaus zu melden sind. Nur so kann zeitnah und zielgerichtet eine zusätzliche Verteilung oder ein zweiter Durchgang zur Rattenbekämpfung eingeleitet werden. Die Rufnummer in der Gemeindeverwaltung dafür lautet (0 51 30) 581-251.
Ratten können durch direkten Kontakt und durch ihre Ausscheidungen Krankheiten auch auf den Menschen übertragen. Deshalb muss ihre Verbreitung verhindert werden. Um den Ratten das Leben in der Kanalisation zu erschweren, sollen zum Beispiel Essensreste nicht über die Toilette und die Hauskanalisation entsorgt werden. Sonst bietet sich den Nagetieren reichlich Nahrung, was die Vermehrung der Population sehr stark begünstigt.