SEK-Einsatz in Negenborn

Negenborn. Ein 40-jähriger Mann aus Negenborn verursachte am Sonntagnachmittag einen SEK-Einsatz an seinem Wohnort. Der Mann hatte zuvor über facebook einem Polizeibeamten aus Hannover mit dem Tode gedroht. Er hatte behauptet, im Besitz einer scharfen Schusswaffe zu sein. Der Polizist hatte den Negenborner im April diesen Jahres im Rahmen einer Verkehrskontrolle überprüft und dabei festgestellt, dass dieser unter BtM-Einfluss stand und nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis war.
Dieses Ermittlungsverfahren führte offensichtlich zu der facebook-Veröffentlichung.
Da der Beschuldigte bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getreten war, unter anderem wegen Gewaltdelikten, wurde das SEK angefordert.
Bei der Inaugenscheinnahme des Wohnobjektes durch SEK-Beamte verließ der 40-Jährige gerade das Gebäude und konnte widerstandslos festgenommen werden.
Die anschließende Durchsuchung seiner Wohnung führte nicht zum Auffinden von Schusswaffen oder Munition. Die Polizei konnte allerdings eine geringe Menge Rauschgift sowie den Computer des Mannes sicherstellen.
Der Tatverdächtige machte von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch und wurde von der Polizei mangels Haftgründen wieder entlassen. Ihn erwartet nun ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.