Sommerpause

Interkultureller Treff wieder im September

Bissendorf. Sommerferien gibt es auch für den interkulturellen Treff. Zu einer bunt gemischten Kaffeetafel trafen sich die „Schülerinnen und Schüler“ des Deutschkurses zum letzten Mal vor den Sommerferien. Mit ihren Kindern waren sie gekommen und froh, dass sie sich jetzt einmal untereinander austauschen konnten. „Sie haben fleißig gelernt, und wir Dozenten konnten ihnen viel beibringen. Jetzt sind erst mal Ferien.“, so IKT-Sprecherin Barbara Fritsch-Pöhler. In die Freude des gemeinsamen Lernens und Feierns mischte sich auch Enttäuschung und Trauer. Einer serbischen Familie war der weitere Aufenthalt in Deutschland nicht mehr gestattet. Sie musste wieder ausreisen. Trotz bester Integrationsbemühungen und großer Unterstützung des Bissendorfer Helferkreises. Einer sudanesischen Familie droht die Abschiebung nach Italien, ihr erstes Ankunftsland in Europa. Fritsch-Pöhler und Ihre Freunde sind enttäuscht. „Die Regelungen des EU-Abkommens Dublin II machen dies möglich. Uns vom IKT-Dozentenstab und viele engagierte Bürger in der Wedemark aber macht dies traurig und zornig zugleich.“ Bürgerschaftliches Engagement bei der Integration der Fremden gelangt oft an seine Grenzen. Die Europäische Union muss für einheitliche Regelungen in der Flüchtlingsfrage sorgen. Die negativen Folgen einer fehlerhaften Flüchtlingspolitik sind auch in der Wedemark zu spüren.
Die knapp 20 IKT-Schüler, betreut von fünf ehrenamtlichen Dozenten, nehmen ihr Studium nach den Ferien Mitte September wieder auf.