Verstoß kostet 500 Euro

Meitze/Burgwedel (hhs). Am Amtsgericht Großburgwedel wurde am Donnerstag dieser Woche ein Widerspruchsverfahren zu einem Bußgeldverfahren der Gemeinde Wedemark verhandelt. Die Gemeinde hatte im vergangenen Jahr gegen einen Hundehalter ein Bußgeld von 1.000 Euro ausgesprochen. Der Mann war im Frühsommer vergangenen Jahres mit seinen beiden Hunden in der Ortschaft Meitze im so genannten Meitzer Busch unterwegs gewesen. Entgegen der in den Brut- und Setzzeiten geltenden Anleinpflicht für Hunde ließ er seine Tiere in etwa in Höhe des „Schaperstieges“, einer kleinen Brücke über die Wietze, frei laufen. Einer der beiden Hunde, es soll sich dabei um einen Jagdhund gehandelt haben, verletzte bei dieser Gelegenheit einen schwarzen Schwan so schwer, dass dieser wenig später trotz tierärztlicher Hilfe verendete. Der Hundehalter hatte nach Erhalt des Bußgeldbescheides Widerspruch eingelegt und in dem hannoverschen Anwalt Fritz Willig prominenten Rechtsbeistand gefunden. Die Verhandlung war nach nur wenigen Minuten beendet. Dem vorsitzenden Richter waren die von der Gemeinde Wedemark ausgesprochenen 1.000 Euro Bußgeld zu hoch. Er habe 500 Euro vorgeschlagen und beide Parteien hätten sich darauf geeinigt. Es gehe in diesem Verfahren auch nicht darum, dass der Hund einen Trauerschwan gerissen habe, sondern nur um die Tatsache, dass der Hundehalter seinen Hund trotz allgemeiner Anleinpflicht in dieser Zeit habe frei laufen lassen. Er gehe davon aus, dass mit dieser Entscheidung das Verfahren nun zu Ende sei. Weder der Staatsanwalt noch der Verteidiger hätten Revision angekündigt.