1.610 Euro für abgebrannte Krippe

Strahlende Gesichter bei den Verantwortlichen für die Tombola zugunsten der abgebrannten evangelischen Krippe im Kirchweg angesichts von 350 Preisen und 950 verkauften Losen: Anke Cohrs (von links), Koordinatorin des Familienzentrums, Daniela Kies von der KiTa, Katrin Ohm, Josua Masser und Jana Schmalfuß von der IGS, die die Tombola als Ersatz für die geplante Benefizgala organisiert haben. Foto: A. Wiese
 
Auch Ortsbürgermeisterin Jessica Borgas (links) hatte Lose zugunsten der Krippe erworben und freute sich mit Anke Cohrs vom Familienzentrum, dass auch ein paar Gewinne dabei waren.Foto: A. Wiese

Aktion der IGS-Schüler am Ende trotz Corona noch ein toller Erfolg

Mellendorf (awi). 350 Preise, gestiftet von Wedemärker Geschäftsleuten, 950 Lose, die bereits am Abend des ersten Verkaufstages vergriffen waren, und Einnahmen von 1.610 Euro – dieses stolze Ergebnis präsentierten am Montag bei der Preisausgabe die Organisatoren von IGS, Krippe und Familienzentrum emilie, die alle gemeinsam mit angepackt hatten, um eine tolle Tombola zugunsten der Krippe auf die Beine zu stellen.
Im Januar brannte das evangelische Gemeindehaus am Kirchweg nach einem technischen Defekt ab, beziehungsweise aus. Zwei Krippengruppen mit 30 Kindern der evangelischen KiTa Krausenstraße wurden so obdachlos. Sie kamen zunächst in verschiedenen Kindergärten in der Wedemark unter, mittlerweile sind sie wieder alle zusammen: in Containern auf dem Gelände der KiTa an der Krausenstraße. Schnell war klar, die Versicherung zahlt. Doch gibt es auch viele kleine Dinge, die auf einmal fehlen, und die durch die Versicherungssumme nicht abgedeckt sind, stellten KiTa-Leiterin Caren Holstein-Lemke und ihr Team schnell fest. Das rief die IGS-Schüler auf den Plan. Die Schülersprecher Per Bartels und Josua Masser, die schon bei den Benefizgalas der Vorjahre mitgewirkt hatten, beschlossen schon wenige Wochen nach dem Brand: „Wir stellen eine Gala nur für die Krippe auf die Beine.“ Die Planungen liefen gut an, das Programm stand – und dann kam Corona. Erst wurde die Veranstaltung verschoben, doch bald zeichnete sich ab, das wird nichts mehr. Die Pandemie wird eine solche Veranstaltung mit vielen Zuschauern auf dem Schulgelände in absehbarer Zeit nicht zulassen. Doch mit der Gala zusammen war eine Tombola geplant gewesen und die Preise dafür waren schon da, als die Entscheidung fiel, die Gala abzusagen. Kurzerhand beschlossen Verantwortliche von IGS, Familienzentrum Emilie und Krippe, die Tombola unter Coronabedingungen trotzdem auf die Beine zu stellen.
Alle gespendeten Gewinne, die hauptsächlich für Erwachsene geeignet waren, wurden zusammengestellt und Lose dafür noch vor den Sommerferien unter den Lehrern der IGS verkauft. Beim Abschlusstreffen am letzten Schultag wurden die Gewinne dann verteilt und das Geld für diese Lose bereits an Anke Cohrs und Caren Holstein-Lemke übergeben. Blieben noch die anderen Preise der gewerblichen Spender, die sich hauptsächlich an Kinder richteten.Die Organisatoren verschafften sich einen Überblick – und orderten gleich noch einmal Lose nach, soviele Preise bekamen sie zusammen. Über die Presse wurde der Verkaufsstart der Lose für letzten Montag angekündigt. Katrin Ohm und ihre Schülersprecher Per Bartels und Josua Masser waren vorsichtig optimistisch gewesen, ebenso wie Anke Cohrs und ihre Kolleginnen von der Krippe und der KiTa. Doch dass es einen solchen Ansturm auf die Lose geben würde, hätten alle nicht gedacht. In der Krippe gingen die Eltern, die amNachmittag, als sie ihre Kinder abholen wollten, noch Lose kaufen wollen, schon leer aus. Und auch bei den Verkaufsstellen von Hirschheydt und sb-Center hieß die Antwort noch vor Geschäftsschluss: Leider keine mehr da! Wer ganz gewitzt war, ließ sich telefonisch Lose reservieren, doch auch das ging natürlich nur im beschränkten Maß. Ab Dienstag wurden die Gewinne jetzt ausgegeben.Schön anzusehen waren sie imBrunnenzimmer im Anbau des Gemeindehauses aufgebaut.Das ist der neue Anbau auf der linken Seite, der von den Flammen verschont geblieben ist. Wer diese Woche keine Zeit hatte, seine Losnummern prüfen zu lassen, kann sich in den nächsten Tagen noch unter Telefon (0  51  30) 32  57 melden, versichert Anke Cohrs.