22. Karrieretag Familienunternehmen

Stefan Klemm (von links), Andreas Sennheiser und Stefan Heidbreder vor dem Sennheiser Gründungshaus in Wennebostel anlässlich des 22. Karrieretags Familienunternehmen. Foto: B. Stache
 
Stefanie Knauff und Henrik van der Doornick am Stand der ATLAS TITAN GmbH sind von der Nachfrage und dem Ansturm der Bewerber beim 22. Karrieretag Familienunternehmen angenehm überrascht. Foto: B. Stache

Sennheiser präsentiert sich als vorbildlicher Gastgeber in der Wedemark

Wennebostel (st). Zum 22. Karrieretag Familienunternehmen waren am Freitag Repräsentanten von 50 Familienunternehmen aus ganz Deutschland beim Audiospezialisten Sennheiser electronic GmbH & Co. KG in Wennebostel zu Gast – darunter große Markenunternehmen wie Bahlsen, Rossmann, Miele oder Sixt, aber auch eine Reihe von „Hidden Champions“. Im Sennheiser Innovation Campus präsentierten sich die Unternehmen als Arbeitgeber den insgesamt 650 Fach- und Führungskräften, die sich für eine Karriere in einem Familienunternehmen interessieren. Die Bewerber konnten sich während der Veranstaltung von 8 bis 18 Uhr direkt bei Personalverantwortlichen und teilweise auch bei den jeweiligen Geschäftsführern und Eigentümern vorstellen. „Wir sind von der Nachfrage und dem Ansturm der Bewerber auf unseren Unternehmensstand angenehm überrascht“, freute sich Stefanie Knauff, Leiterin Zentrale Geschäftsfeldentwicklung, Marketing und Vertrieb der ATLAS TITAN GmbH. Ihr Unternehmen mit Sitz in Vechelde, Landkreis Peine, ist in Sachen Projektmanagement unterwegs. „Als Projektpartner suchen wir für unsere national und international aufgestellten Kunden unter anderem Bewerber aus dem Bereich Engineering“, lautete das Statement von Stefanie Knauff. Derweil führte Henrik van der Doornick, Geschäftsführer der ATLAS TITAN Hannover GmbH, eine der elf Tochtergesellschaften der bundesweit aufgestellten ATLAS TITAN-Gruppe, ein Gespräch mit einem der vielen Bewerber, die am Freitag seinen Stand besuchten. Gastgeber Andreas Sennheiser, Stefan Heidbreder, Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen, und Stefan Klemm, Inhaber des Entrepreneurs Club, hatten in einem Pressegespräch die Historie des Karrieretags Familienunternehmen aufgezeigt. Mareike Oer, Head of Global Public Relations bei Sennheiser moderierte die Gesprächsrunde. Die drei Gesprächsteilnehmer beschäftigten sich unter anderem mit der Frage, was familiengeführte Unternehmen als Arbeitgeber auszeichnet. Stefan Klemm hat vor mehr als zehn Jahren den Karrieretag Familienunternehmen gemeinsam mit der Stiftung und führenden Familienunternehmen ins Leben gerufen. Seitdem organisiert der Entrepreneurs Club diese Veranstaltung, die zweimal im Jahr bei Familienunternehmen – abwechselnd im Norden und Süden der Bundesrepublik Deutschland – stattfindet. Der Club trifft die Vorauswahl aus zirka 2500 Bewerbern, von denen 650 eingeladen werden. An der familiären Jobmesse nehmen jeweils 50 Unternehmen teil. „Mehr als eintausend direkte Gespräche werden heute geführt“, erklärte Stefan Klemm. „Wie wichtig das Bewerbermanagement ist, zeigt sich auch daran, dass viele Geschäftsführer selbst die Interviews führen. Ein Mitarbeiter, der sich mit der Unternehmenskultur identifiziert, kann ein Unternehmen entscheidend voranbringen. Das gilt in Familienunternehmen mit flachen Hierarchien mehr als anderswo“, so Klemm. Während eines Karrieretags Familienunternehmen kommen pro Firma im Schnitt zwei bis drei neue Jobverhältnisse zustande, weiß der Entrepreneurs Club Gründer und Inhaber aus Erfahrung. Der Sennheiser Innovation Campus sei ein perfekter Veranstaltungsort für den Karrieretag – dieser stehe für das, was Familienunternehmen auszeichnet, urteilte Stefan Heidbreder. Der Geschäftsführer der Stiftung Familienunternehmen verwies dabei auf erste Ergebnisse einer Studienreihe der TU München unter mehr als 3000 Befragten. „Hier können Talente in Teamarbeit etwas bewegen. Das hat sich inzwischen herumgesprochen“, fasst Heidbreder die Ergebnisse der Befragungen aus 2016/2017 „Vergleich Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen“ zusammen. Dabei gaben mehr als drei Viertel der Befragten an, dass Familienunternehmen in den Kategorien „Möglichkeit zum eigenverantwortlichen Arbeiten“, „Flache Hierarchien“, „Kooperativer Führungsstil“ und „Gute Arbeitsatmosphäre“ besser abschneiden als Nicht-Familienunternehmen. Die Studienergebnisse bestätigen auch die Unternehmensausrichtung der Gastgeber Andreas und Daniel Sennheiser. „Um auch in Zukunft innovativ sein zu können und für unsere Kunden besondere Audio-Erlebnisse zu schaffen, spielt für uns die Unternehmenskultur eine entscheidende Rolle. Wir möchten Teamarbeit und Kooperation fördern und unsere Mitarbeiter dazu ermutigen, Entscheidungen zu treffen und Verantwortung zu übernehmen“, erklärte Andreas Sennheiser. Aus diesem Grund stärkt Sennheiser ganz bewusst die Unternehmenskultur. Gemeinsam arbeiten die 2800 Mitarbeiter daran, die Kulturprinzipien des Familienunternehmens im Tagesgeschäft zu verankern und zu leben, heißt es seitens des weltweit agierenden Unternehmens mit Stammsitz in der Wedemark. „Es ist die Offenheit und Neugier der Mitarbeiter, die uns immer wieder dazu bringt, Ideen auszuprobieren und gemeinsam neue Wege zu beschreiten. Für uns zählt Haltung daher mehr als ausschließlich die Qualifikationen“, ergänzte Daniel Sennheiser. In vielen Familienunternehmen werde das ebenso gesehen: „Ein Gramm Charakter zählt oftmals mehr als ein Kilogramm Fachwissen“, bekräftigte Stiftungs-Geschäftsführer Stefan Heidbreder. „Am 5. Juli 2019 wird der nächste Karrieretag stattfinden, ausrichtendes Unternehmen ist dann der Werkzeugmaschinenbauer Trumpf in Ditzingen nahe Stuttgart“, kündigte Maria Krenek, Referentin Kommunikation der Stiftung Familienunternehmen aus München an. Weitere Informationen und Möglichkeiten zur direkten Anmeldung sind unter www.karrieretag-familienunternehmen.de verfügbar.