2.741 Kilometer für die Inklusion

Sie haben es geschafft: Pippa Bartels (Vierte von rechts), ihre Eltern Henrik (von rechts) und Katrin Bartels sowie weitere Mitradler und Unterstützer sind bei der Löwenherz-Tour 2.741 Kilometer durch Deutschland geradelt. Hier posieren sie am Finaltag, am Sonntagmorgen auf dem Weg nach Lindwedel und in die Wedemark um 6 Uhr am Ortsschild von Büchten im Heidekreis gut gelaunt für ein Gruppenfoto und die ECHO-Leser. Foto: A. Wiese

Löwenherztour 2018: Familie Bartels steht dafür, dass Vielfalt Normalität bedeutet

Lindwedel. Eine großartige Woche voller Leidenschaft liegt hinter uns. Die Löwenherztour 2018 ein Inklusionsprojekt das alle Beteiligten in Gegenden von Deutschland gebracht hat, die man wohl sonst so nicht gesehen hätte.
Sie sind mit dem Rennrad auf herzförmiger Strecke durch viele eindrucksvolle Landschaften, Dörfer und Kleinstädte bei Tag und auch in der Nacht unterwegs gewesen. Das gesamte Team bestand aus 18 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet. Unter anderem die Lindwedeler: Eugen Schwirko als Koch/Autofahrer und auf dem Rennrad saßen Philippa Bartels, Katrin Bartels und Henrik Bartels. Die Tour hat uns wieder einmal gezeigt, dass fast alles möglich ist, wenn man es gemeinsam angeht. Neun Radfahrer, davon vier mit einer geistigen Einschränkung teilten sich die Gesamtstrecke von fast 2800 km untereinander auf. Je nach Streckenverlauf oder Geländegegebenheiten fuhr man zeitweise zu zweit oder auch mal im Fünfer-Team. Jeder im Team hat seine Leidensfähigkeit geprüft und wurde mit einem Gemeinschaftsgefühl belohnt, dass es nicht mehr oft zu erleben gibt. Vielfalt ist Normalität, einer unserer Leitsätze der Löwenherztour hat sich genau so dargestellt. Ob Menschen mit oder ohne Behinderung war dann auch völlig egal und für viele an der Strecke und im Team auch nicht mehr wahrzunehmen. Denn die vermeintlich schwachen waren ganz oft auf der Tour die Stärksten. Man muss ihnen nur den Raum zur Entfaltung ermöglichen.
Die soziale Verantwortung und der Teamspirit sind bei Sportlern mit Handicap immer an erster Stelle positioniert. An mehreren Orten auf der Tour wurden Aktionen eingebaut um der Öffentlichkeit zu zeigen was man gemeinsam gestalten kann. In Mindelheim, Oberstdorf und Viersen wurden die Sportler herzlich empfangen und durften dort vor Ort ausführlich über ihr Projekt berichten. Die Tour führte auch durch den Heidekreis. In Lindwedel wurden die Radler am Sonntagmorgen um 7 Uhr von vielen Freunden begeistert empfangen. Selbst der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen ein Stück des Weges mitzuradeln. Weiter ging es durch die Wedemark und Langenhagen. Am gleichen Tag um 12 Uhr fuhr dann das gesamte Team in Braunschweig mit der gleichzeitig stattfindenden Cycle Tour vor der Schlosskulisse pünktlich und wie geplant um 12 Uhr über die Ziellinie. Es war einer der bewegenden Momente mit vielen feuchten Augen im gesamten Team.