2.800 Hektar Wald werden jährlich umgewandelt

Martin Schönhoff (rechts), CDU-Regionsabgeordneter aus der Wedemark, erfreute Ulrike Krause (Mitte) und Michaela Michalowitz, stellvertretende Regionspräsidentin, mit kühlem Nass aus der Tiefe. Foto: B. Schröder

CDU-Regionsabgeordnete begaben sich auf den Trinkwasserlehrpfad

Region(bs). Die sitzungsfreie Sommerzeit nutzten jetzt Abgeordnete der CDU-Regionsfraktion zu einem informellen Besuch des Wasserschutzgebietes Fuhrberger Feld. Auf dem Programm standen eine Führung auf dem Trinkwasserlehrpfad sowie die Besichtigung der Holzhackschnitzelheizung mit anschließendem Rundgang durch das Wasserwerk. Organisiert hatte diese Sommertour der CDU-Arbeitskreis „Umwelt und Klimaschutz“. „Immerhin kommen 90 Prozent des gesamten Trinkwassers der Landeshauptstadt Hannover aus dem Fuhrberg Feld“, erläuterte Philipp Plath, Sprecher des Arbeitskreises. Mit Günter Schröder, Leiter des Fachgebietes Forsten/enercity-HolzenergieCenter, hatte die Abgeordneten einen versierten Führer an ihrer Seite, der auch bei brütender Hitze nicht müde wurde, die für den Grundwasserschutz erforderlichen forstlichen Maßnahmen zu erläutern und anhand zahlreicher Beispiele zu verdeutlichen. Rund 30.000 Hektar Fläche umfasst das Fuhrberg Feld und ist damit das größte zusammenhängende Wasserschutzgebiet Norddeutschlands, erklärte Günter Schröder auf dem Wasserlehrpfad. Etwa 12.000 Hektar der Fläche sind Waldgebiete. „Seit 1996 wandeln wir zur Förderung der Grundwasserneubildung nach und nach den Nadelwald in Mischwald um. Laubbäume wie Buchen, Eichen oder Linden verbrauchen weitaus weniger Wasser als Nadelbäume, lockern zudem mit ihrem tiefen Wurzelwerk den Boden auf und das abbaubare Laub verbessert den Waldboden zusätzlich“, erläuterte der Fachmann die Gründe für den aufwändigen Waldumbau.
Mehr als zehn Millionen junger Bäume seien in den vergangenen Jahren gepflanzt worden. „Wir schaffen etwa 2800 Hektar Waldumbau im Jahr, die Maßnahme wird voraussichtlich 2030 abgeschlossen sein können“, so Schröder. Doch nicht nur die Veränderung des Waldbildes links und rechts des Weges, auch die einzelnen Stationen des Trinkwasser-Erlebnispfades beeindruckten die CDU-Regionsabgeordneten. „Oh, eine Pumpe“, strahlten Martin Schönhoff, Regionsabgeordneter aus der Gemeinde Wedemark und Michaela Michalowitz, stellvertretende Regionspräsidentin. Flugs wurde der Schwengel geschwungen und sieben Grad kaltes Wasser strömte aus der Tiefe an die Oberfläche. „Das tut jetzt richtig gut bei der Hitze“, freute sich auch der Regionsabgeordnete Helmut Lübeck, Vorsitzender der CDU-Ratsfraktion Isernhagen.
Zum Abschluss der Waldtour führte Günter Schröder die Besucher noch zu dem außergewöhnlichen Baum-Labyrinth, für das rund 700 Kinder zum Tag des Wassers im Jahre 2011 über 2.000 Bäume gepflanzt hatten. Anschließend ging es retour zum Wasserwerk, wo noch die Holzhackschnitzelheizung begutachtet wurde.