47 Jahre in ein und demselben Betrieb

Tischlermeister Hartmut Knoke (l.) entlässt seinen Gesellen Winfried Hake nach 47 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Foto: A. Wiese

Mit 63 Jahren geht Tischlergeselle Winfried Hake jetzt in den Ruhestand

Bissendorf (awi). „Winfried war immer für die kniffeligen Sachen zuständig, zum Beispiel für Treppen“, sagt Tischlermeister Hartmut Kno-ke über seinen Gesellen Winfried Hake. Auch für den Chef wird es ab 1. November ungewohnt sein, morgens in die Werkstatt zu kommen und Winfried Hake nicht anzutreffen. Denn der Lindwedeler war 47 Jahre lang seit seiner Lehrzeit in der Tischlerei Knoke beschäftigt und geht jetzt mit seinem 63. Geburtstag in den wohlverdienten Ruhestand. „Ich könnte noch zwei Jahre arbeiten, aber es reicht. Die Knochen machen auch nicht mehr so mit“, sagt Winfried Hake. Im April 1965 fing der gebürtige Bissendorfer als Tischler-Lehrling im Betrieb seines Patenonkels Günther Knoke an. Nach Abschluss seiner Lehre 1968 wurde er übernommen und er blieb – insgesamt 47 Jahre lang bis heute. Die Technik in seinem Beruf habe sich rasant entwickelt, gibt Hake zu, aber er sei sozusagen mitgewachsen. Er habe „Lehrlinge in Massen“ ausgebildet und sei in der Tischlerei Knoke schwerpunktmäßig im Innenausbau im Einsatz gewesen, habe Einbauschränke und Treppen gebaut. Gestern abend endete für Winfried Hake das Berufsleben mit einem gemeinsamen Essen mit seinem Chef, dessen Familie und den Kollegen beim Griechen in Bissendorf. Die künftige Freizeit möchte der Lindwedeler mit seinem kleinen Enkel verbringen, öfter mal Fahrrad fahren, das eigene Haus ein wenig renovieren und modernisieren und im Garten sei ja auch immer was zu tun, schmunzelt er.