5.000 Euro für die Jugendfeuerwehr

Abstand muss sein: Der Vorsitzende des Fördervereins der Jugendfeuerwehren, Thomas Hellwig (von links), freut sich über den symbolischen Scheck über 5.000 Euro, den Michael Hofmayer von der Firma Blecotec und Mathias Otto von riera Elektrotechnik am Montag an ihn und seinen Stellvertreter Christoph Meyer überreichten. Foto: A. Wiese
 
Die neue Photovoltaikanlage auf dem Hallendach der Firma Blecotec soll jährlich 170 Megawatt Strom erzeugen, den das Unternehmen weitestgehend für die eigene Produktion verwendet. Foto: C. Meyer

Grüner Strom hilft: Blecotec und riera spenden an den Förderverein

Gailhof (awi/r). Sie ist erst am 27. Oktober ans Netz gegangen und unterstützt bereits die Reduzierung von Kohlendioxid: Die neue 2.000 Quadratmeter Fläche umfassende Photovoltaikanlage auf einem Hallendach der Blekotec Blech- und Emailtechnik in Gailhof. Seit der Installation habe die Anlage bereits 1,3Tonnen COs eingespart. Das sei soviel, als würde man 40 Bäume pflanzen, sagt Mathias Otto, Geschäftsführer von riera Elektrotechnik aus Lehrte. Seine Firma hat die Photovoltaik-Anlage nach dem neuesten Stand der Technik errichtet.
250.000 Euro hat Geschäftsführer Michael Hofmayer allein in die Photovoltaikanlage investiert, insgesamt in den Bau einer neuen Halle und neue Lasertechnologie 1,6 Millionen Euro. Sein Lohn: 80 Prozent des umweltfreundlich erzeugten Stroms kommen direkt dem Betrieb zugute – 20 Prozent werden in das öffentliche Netz von avacon eingespeist. „Hier wird grüner Strom erzeugt“, betont Michael Hofmayer. Und davon, dass er sich jetzt doch zur Einspeisung ins öffentliche Netz entschlossen hat, was zunächst wegen des bürokratischen Aufwands nicht geplant war, da die Blecotec ja an fünfeinhalb Tagen in der Woche produziert und den auf dem Dach erzeugten Strom selbst verbraucht, profitieren die Wedemärker Jugendfeuerwehren. riera Elektrotechnik-Geschäftsführer Mathias Otto und Blekotec-Chef Michael Hofmayer wollen nämlich mehr als ein umweltfreundliches Zeichen setzen und spendeten jeweils 2.500 Euro – also insgesamt 5.000 Euro – an den Förderverein Jugendfeuerwehren der Gemeinde Wedemark. Das entspricht in etwa der Summe, die Blecotec für die Einspeisung des am Wochenende von der Photovoltaikanlage produzierten Stroms bekommt, erklärte Hofmayer. Über die Scheckübergabe freuten sich am Montag Thomas Hellwig, Vorsitzender des Fördervereins der Jugendfeuerwehren der Gemeinde Wedemark, und sein Stellvertreter Christoph Meyer. Sie wissen auch bereits, wofür sie die ungewohnt hohe Spende verwenden wollen: Für die Zeit nach Corona soll ein neues Großzelt angeschafft werden, mit festem Boden und Trennwand, so dass Mädchen und Jungen bei den Feuerwehrzeltlagern, die hoffentlich bald wieder stattfinden werden, gemeinsam in einem großen komfortablen Zelt untergebracht werden können. Für den Transport von Zelt, Bierzeltgarnituren und anderem Material soll von dem Geld zudem noch ein Anhänger gekauft werden. In ein modernes Küchenzelt hatte der Förderverein erst vor Kurzem investiert. Hellwig und Meyer bedankten sich sehrherzlich für diese großzügige Spende und boten Hofmayer und Otto an, den Förderverein doch auch durch ihre Mitgliedschaft zu unterstützen, was beide durchaus in Erwägung ziehen.
Mit der Investition in grünen Strom will Hofmayer auch ein Zeichen gegen den Klimawandel setzen. Die Anlage liefert 220 KW Peak – das entspricht einer Erzeugung von jährlich 170 Megawatt Strom. Zu den Zukunftsinvestitionen, in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro bei Blekotec gehören auch eine 1600 Quadratmeter große Halle für Abkanttechnik, eine neue Laserschneidmaschine zur CO2-Reduzierung, eine neue Rohrlaserschneidanlage sowie eine gasbefeuerte Hallenheizung. Sie verfügt über einen erhöhten Wirkungsgrad dank besserer Raumluftverteilung über Ventilatoren. Zusätzlich wird die neue Halle durch eine Wärmerückgewinnung aus den Laserschneidmaschinen beheizt. „Wir investieren damit in zukunftsorientierte Technologien“, bekräftigt der Blekotec-Geschäftsführer. So benötigt die neue Fiber-Laserschneidanlage nur noch halb so viel Strom wie das Vorgängermodell – und dadurch einen um 50 Prozent geringeren CO2-Ausstoß. Die neue Photovoltaik-Anlage verfügt übrigens über einen vorbeugenden Brandschutz. Und sechs Tonnen Beschwerungsmaterial liegen auf dem Dach, damit die Anlage auch Stürmen standhält.